Aus im Viertelfinale! Bittere Tränen beim Dresdner SC

Dresden - Schwarzer Tag für den DSC. Die Mannschaft von Trainer Alex Waibl hat das entscheidende dritte Play-off-Viertelfinalduell gegen die Ladies in Black Aachen in eigener Halle mit 1:3 verloren und damit das Mindestziel Halbfinale verpasst. Mit Meisterschafts-Platz 5, dem frühzeitigen Scheitern im DVV-Pokal und im europäischen CEV-Cup muss der DSC das schlechteste Saisonergebnis in der zehnjährigen Ära von Waibl hinnehmen.

Piia Korhonen war auch im dritten Duell die DSC-Topscorerin. Hier scheitert sie aber am Aachener Block.
Piia Korhonen war auch im dritten Duell die DSC-Topscorerin. Hier scheitert sie aber am Aachener Block.  © Lutz Hentschel

Der DSC legte im dritten Duell mit Aachen einen Mut machenden Start hin, machte mit drei Angriffen drei Punkte.

Aber die nächsten vier Zähler gingen an die Gäste. Beim Waibl-Team zog prompt Nervosität ein, die Fehler häuften sich - 11:14. Nach dem Ausgleich zum 16:16 keimte Hoffnung auf. Vergeblich. Der DSC brach weg - 18:25.

Mit dem Satzgewinn im Rücken wurden die Ladies in Black noch lockerer. Die Gastgeberinnen dagegen gingen fest - 11:17. Erst mit einer Aufschlagserie von Maria Segura konnten die Dresdnerinnen endlich mal Druck aufbauen und auf 16:17 verkürzen. Und später mit zwei abgewehrten Aachener Satzbällen zum 24:24 ausgleichen. Aber die nächsten beiden Punkte und damit auch der zweite Akt gingen an die Gäste - 24:26.

Mit dem Hintern zur Wand zeigten die Dresdner Schmetterlinge im dritten Durchgang den Mut und die Emotionen, die sich 2499 Zuschauer in der Margon Arena von Beginn an gewünscht hatten. Piia Korhonen, am Ende mit 18 Punkten die Topscorerin, verwandelte den zweiten Satzball zum 25:22.

Nach 10 Jahren als DSC-Trainer erlebte Alex Waibl am Samstag seine schwerste Stunde.
Nach 10 Jahren als DSC-Trainer erlebte Alex Waibl am Samstag seine schwerste Stunde.  © Lutz Hentschel

Zur Wende reichte es jedoch nicht mehr, denn der vierte Satz wurde nach zwei abgewehrten Matchbällen mit 21:25 verloren.

Um 18.13 Uhr war mit der 1:3-Niederlage eine enttäuschende Saison für den DSC zu Ende.

Während die Gäste lautstark ihren überraschenden Einzug ins Halbfinale feierten, hatten Mareen von Römer, Camilla Weitzel, aber auch Scout und Co-Trainer Till Müller, der beim DSC aufhört, Tränen in den Augen. "Meine Gefühlslage ist schlecht. Das war die entscheidende Phase der Saison und wir sind so früh wie noch nie in den Play-offs gescheitert", sagte Kapitän Katharina Schwabe.

"Ich bin nicht angepisst, aber enttäuscht. Meine schwerste Stunde beim DSC", erklärte Alex Waibl. "In Summe hat uns heute die körperliche und geistige Frische gefehlt. Aachen war in der Serie einen Tick besser."

Tränen und Enttäuschung beim DSC, von links Co-Trainer Till Müller, Mareen von Römer, die verletzte Nikola Radosova und Ivana Mrdak.
Tränen und Enttäuschung beim DSC, von links Co-Trainer Till Müller, Mareen von Römer, die verletzte Nikola Radosova und Ivana Mrdak.  © Lutz Hentschel

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