Finanziert der DSC mit "Müll" eine neue Spielerin?

Libera Myrthe Schoot zeigt die Becher mit ihrem Motiv.
Libera Myrthe Schoot zeigt die Becher mit ihrem Motiv.

Von Steffen Grimm

Dresden - Bechern für den DSC, so heißt ab Mittwoch die Devise. Der Heimauftakt in der Champions League gegen Fenerbahce Istanbul (19 Uhr) ist zugleich der Start in die diesjährige Becheraktion, die Bares in die Kasse des deutschen Volleyball-Meisters spülen soll.

An die 3000 Euro waren das jeweils in den vergangenen beiden Jahren. Doch diesmal dürfte es mehr werden, weil die Aktion nicht erst mit den Play-offs, sondern gleich am Anfang der Saison beginnt. Zudem wurde die Zahl der Trinkgefäße von 1500 auf 10.000 erhöht.

„Das liegt nicht daran, dass uns der Größenwahn gepackt hat. Aber die Firma, die uns beliefert, hat das zur Mindeststückzahl gemacht“, erklärt DSC-Geschäftsführerin Sandra Zimmermann die Steigerung.

Katharina Schwabe und Myrthe Schoot vor der Tonne, in der die Becher gesammelt werden sollen.
Katharina Schwabe und Myrthe Schoot vor der Tonne, in der die Becher gesammelt werden sollen.

Und ergänzt: „Früher haben wir die Becher selbst beklebt. Das ist uns diesmal erspart geblieben.“ Und was finanziert der Meister mit dem Erlös? „Den werden wir projektbezogen einsetzen.“

Mehr wollte die Geschäftsführerin nicht verraten. Aber vielleicht trägt das Geld dazu bei,die von Chefcoach Alex Waibl gewünschte vierte Mittelblockerin zu finanzieren...

Und so funktioniert die Aktion: Beim Kauf eines Getränks in der Margon Arena werden jeweils 2 Euro Becher-Pfand erhoben.

Wer den DSC mit diesem Betrag unterstützen will, nimmt entweder das Gefäß mit dem Bildnis von Myrthe Schoot als Souvenir mit nach Hause. Oder er wirft den Becher einfach in die am Foyerausgang bereitgestellten Müll-Tonnen.

Übrigens: Im Achtelfinale des DVV-Pokals muss der DSC in Offenburg antreten. Das Spiel beim noch ungeschlagenen Süd-Zweitligisten wird am 4. November um 19 Uhr ausgetragen.

Fotos: Lutz Hentschel


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