So feierten die DSC-Girls das Double

Kristina Mikhailenko ließ sich die Pizza in der L'Osteria schmecken.
Kristina Mikhailenko ließ sich die Pizza in der L'Osteria schmecken.

Von Tina Hofmann

Dresden - Der Sekt floss, die Mädels schrien so laut durch den VIP-Raum, dass nicht nur die Bässe der Musik nach draußen hallten und dann gab es zur Belohnung Pizza: Der frisch gebackene Double-Gewinner DSC hat es ordentlich krachen lassen.

Erst feierten die Girls auf dem Spielfeld, wo sie Allianz MTV Stuttgart im entscheidenden fünften Finalspiel um die Deutsche Meisterschaft förmlich demontierten, dann ging die Post noch in der Halle ab.

Es wurde getanzt, gejubelt und geschrien. Und wie im Vorjahr hatten einige das Pech, dass die Meistertorte in ihrem Gesicht landete.

Kurz vor Mitternacht hatten sich die Goldmädels dann umgezogen und durften zur Belohnung für den historischen Double-Gewinn aus Meisterschaft und Pokal in der L'Osteria auf der Wilsdruffer Straße feiern.

Lisa Izquierdo kam mit Freund und Ex-Eislöwe Feodor Boiarchinov.
Lisa Izquierdo kam mit Freund und Ex-Eislöwe Feodor Boiarchinov.

Die schloss nämlich kurzerhand für die mit Abstand erfolgreichste Mannschaft der Stadt ihre Pforten auf und sorgte für reichlich Pizza und kühle Drinks.

"Die Mädels haben angerufen und da haben wir nicht lange gezögert, für sie den Laden nochmal aufzumachen. Wir sind dem Sport in Dresden eng verbunden und haben das für die Mädels gern gemacht", meinte Restaurantleiter Benedikt Barthe.

Anschließend ging es für einige Spielerinnen noch in Rosis Amüsierlokal in der Neustadt. Für Myrthe Schoot und Laura Dijkema war die Nacht jedoch kurz, denn bereits um 6.15 Uhr saßen beide im Flieger nach Frankfurt, von wo aus des weiter nach Amsterdam ging.

Beide spielen in Japan die Olympia-Qualifikation, um noch das Ticket für Rio zu lösen. Den riesigen Erfolg genoss Trainer Alexander Waibl lieber in Stille.

Nneka Onyejekwe (r.) schleckt die Torte aus dem Gesicht von Kathleen Slay.
Nneka Onyejekwe (r.) schleckt die Torte aus dem Gesicht von Kathleen Slay.

Der Erfolgscoach, der nun drei Mal deutscher Meister, drei Mal Vizemeister, zwei Mal Pokalsieger und ein Mal Europapokalsieger mit dem Klub ist, machte sich nach den Feierlichkeiten in der Halle auf den Heimweg zu Frau Stefanie und Sohn Mika.

Und ein bisschen Ruhe hatte er dringend nötig, denn emotional war dieses letzte Spiel noch einmal eine riesige Herausforderung.

Nach dem vierten Spiel in Stuttgart, das der DSC knapp mit 2:3 verlor, flogen plötzlich die Giftpfeile. So hatten die Stuttgarter Spielerinnen den berühmtem "Fliegerjubel" von Myrthe Schoot und ihren Mitspielerinnen im Spiel in Schwaben plötzlich imitiert.

Im Netz tauchte nach der Partie sogar von einem Fan ein Beitrag mit dem Hashtag "#noflightsfordykemaandshoot" (wenigstens die Namen hätte man richtig schreiben können) auf.

Auch Zuspielerin Mareen Apitz (l.) feierte im VIP-Raum mit. In dieser Woche wird der DSC ihre Rückkehr verkünden.
Auch Zuspielerin Mareen Apitz (l.) feierte im VIP-Raum mit. In dieser Woche wird der DSC ihre Rückkehr verkünden.

Das stachelte den DSC so richtig an, Kristina Mikhailenko sagte: "Das war einfach nur respektlos. Vielen Dank an Stuttgart für die Extra-Motivation."

Und Alexander Waibl gab zu, dass Laura Dijkema sich so an der Ehre gepackt fühlte, dass sie entschied, trotz Sprunggelenksverletzung zu spielen.

Auch nach der Partie flogen zwischen dem Coach und Gegner-Trainer Guillermo Hernandez die Fetzen, der Spanier verweigerte den Spielerinnen und Waibl sogar den Handschlag bei der Siegerehrung.

In einem klärenden Gespräch räumten Waibl und Hernandez ihre Differenzen aber sofort wieder aus und als die Emotionen verflachten, umarmten sich beide minutenlang.

Erst trug Myrthe Schoot ihre Landsfrau Laura Dijkema durch den VIP-Raum...
Erst trug Myrthe Schoot ihre Landsfrau Laura Dijkema durch den VIP-Raum...
Dann stießen beide in der L'Osteria auf den Erfolg an.
Dann stießen beide in der L'Osteria auf den Erfolg an.
Zuspielerin Mareike Hindriksen (r.) mit ihren Eltern.
Zuspielerin Mareike Hindriksen (r.) mit ihren Eltern.
Diesen Jubel, den Mythe Schoot schon seit Jahren vollzieht, gab es jede Menge Zoff, denn Stuttgart äffte die Dresdnerinnen nach.
Diesen Jubel, den Mythe Schoot schon seit Jahren vollzieht, gab es jede Menge Zoff, denn Stuttgart äffte die Dresdnerinnen nach.
Erst flogen die Fetzen, dann hatten sie sich wieder lieb: Alexander Waibl (l.) und Guillermo Hernandez (r.).
Erst flogen die Fetzen, dann hatten sie sich wieder lieb: Alexander Waibl (l.) und Guillermo Hernandez (r.).

Fotos: Lutz Hentschel; Eric Münch


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