Wenige Tage vorm Pokal! DSC-Sorge um Katie nach 0:3 in Moskau

Michelle Bartsch, Louisa Lippmann und Kathleen Slay (v.l.) mussten das Feld als Verlierer verlassen.
Michelle Bartsch, Louisa Lippmann und Kathleen Slay (v.l.) mussten das Feld als Verlierer verlassen.

Von Steffen Grimm

Moskau - Der DSC hat sich mit einer 0:3-Niederlage (17:25, 13:25, 21:25) beim Top-Favoriten Dinamo Moskau aus der Königsklasse verabschiedet.

Der deutsche Meister, der in der Gruppenphase mit drei Siegen und drei Niederlagen Zweiter geworden war, hatte bereits das Play-off-Hinspiel in eigener Halle mit 1:3 verloren.

Für die Dresdnerinnen liegt in dieser Woche allerdings der Fokus auf dem DVV-Pokalfinale am Sonntag in der Mannheimer SAP-Arena gegen Allianz Stuttgart. Deshalb verteilte Alex Waibl gestern in Moskau die Belastung. Der DSC-Chefcoach wechselte fleißig, brachte alle seine Schmetterlinge zum Einsatz und ließ sie noch einmal Spielpraxis sammeln vor dem ersten Saisonfinale.

katie Slay bekam einen Ball aufs Auge. Nun bangt der DSC um ihren Einsatz am Sonntag im Pokalfinale.
katie Slay bekam einen Ball aufs Auge. Nun bangt der DSC um ihren Einsatz am Sonntag im Pokalfinale.

In den ersten beiden Sätzen vor 1800 Zuschauern im „Sportpalast Drushba“ hatten die Dresdnerinnen gegen die erste Reihe der russischen Nationalmannschaft, verstärkt mit der brasilianischen Olympiasiegerin Fernanda Garay Rodrigues, keine Chance.

Nach dem 2:8 im zweiten Durchgang saß DSC-Mittelblockerin Kathleen Slay mit Tränen auf der Bank. „Sie hat bei einer Blockaktion den Ball unglücklich aufs Auge bekommen, war massiv eingeschränkt und konnte nicht mehr spielen“, teilte Geschäftsführerin Sandra Zimmermann später mit. „Wir hoffen, dass es am Donnerstag schon wieder besser ist. Aber wir werden zur Sicherheit nach unserer Rückkehr einen Augenarzt aufsuchen.“

Als Moskau im dritten Satz ebenfalls wechselte, setzte sich der DSC besser in Szene und führte bis zum 17:16. Erst im Endspurt drehte Dinamo den Spieß um. Nach 77 Minuten war die Partie entschieden.

„Moskau war heute viel zu stark für uns und der verdiente Sieger. Aber wir blicken auf eine erfolgreiche Champions-League-Saison zurück. Ich bin stolz auf meine Mannschaft“, resümierte Chefcoach Waibl. Und ergänzte: „Jetzt richten wir den Fokus aufs Pokalfinale.“

Kontrahent Stuttgart hat sich ebenfalls von der europäischen Bühne verabschiedet - mit zwei 0:3-Niederlagen gegen Dinamo Krasnodar.

Louisa Lippmann war mit elf Punkten die Top-Scorerin beim DSC.
Louisa Lippmann war mit elf Punkten die Top-Scorerin beim DSC.

Fotos: Lutz Hentschel


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0