Sein 5. Pokalfinale! Uli sorgt für guten Rat beim DSC

Von Steffen Grimm

Dresden - DSC-Chefcoach Alex Waibl (47) hat sich fürs Pokalfinale am Sonntag in Mannheim gegen Allianz Stuttgart den erfahrenen Uli Rath mit ins Boot geholt. Rath war bis 2014 bei den Dresdnerinnen insgesamt 12 Jahre als Co-Trainer tätig - unter Wolfgang Kipf, Arnd Ludwig und Waibl. MOPO24 sprach mit dem 51-Jährigen.

Zerknirschte Gesichter 2007: Rath und DSCTrainer Arnd Ludwig.
Zerknirschte Gesichter 2007: Rath und DSCTrainer Arnd Ludwig.

MOPO24: Das ist Ihr fünftes Pokalfinale mit dem DSC, Sie haben damit mit Abstand die meiste Erfahrung. Was haben Sie von den bisherigen Endspielen noch in Erinnerung?

Rath: „Ganz ehrlich, von meinem ersten 2002 wusste ich fast nichts mehr, deshalb habe ich vor unserem Gespräch gegoogelt. Das war damals noch ein Vierer-Turnier. Wir haben es in Dresden ausgerichtet und im Finale gegen Hamburg gewonnen.“

MOPO24: Danach folgten zwei bittere Niederlagen...

Rath: „Ja, in Halle/Westfalen. 2007 waren wir vorab sogar zwei, drei Tage im Trainingslager in Kienbaum. Uns hat letztlich die Lockerheit gefehlt, wir waren die vielen Zuschauer nicht gewohnt, haben klar gegen Schwerin verloren. Zwei Jahre später waren wir Favorit gegen Vilsbiburg. Wir haben aber sehr nervös gespielt und es wieder nicht geschafft. Deshalb fiel 2010 eine große Last von den Schultern, als wir im dritten Anlauf in Halle endlich den Pokal geholt haben. Nach dem Sieg gegen Suhl wurde schön gefeiert.“

Uli Rath und Chefcoach Alex Waibl (r.) lassen 2010 den Pokalerfolg in Ruhe sacken. Nur zwei Wochen später wurde auch noch der Challenge Cup gewonnen.
Uli Rath und Chefcoach Alex Waibl (r.) lassen 2010 den Pokalerfolg in Ruhe sacken. Nur zwei Wochen später wurde auch noch der Challenge Cup gewonnen.

MOPO24: Was ist das Besondere am Pokalfinale?

Rath: „Die vielen Zuschauer. Es ist das absolute Event, vor mehr als 10000 Zuschauern zu spielen, das machst du schließlich nicht oft. Und es ist halt dieses eine Duell, das entscheidet. Du kannst nichts mehr korrigieren wie in den Play-offs.“

MOPO24: Was entscheidet über den Sieg?

Rath: „Die Tagesform und die Abgeklärtheit der Mannschaften. Du musst cool sein, ringsum alles ausblenden können.“

MOPO24: Was können Sie den Spielerinnen vermitteln?

Rath: „Mit meiner Art kann ich auf die hibbeligen Typen beruhigend einwirken. Ich mache in komplizierten Situationen aber auch gern mal ein Späßchen, was die Hemmschwellen löst und für Lockerheit sorgt.“

MOPO24: Wie sehen Sie die Chancen, dass der DSC bei der Final-Premiere vor rund 11000 Fans in der SAP Arena den Pokal erobert?

Rath: „Ich denke, der DSC hat sehr gute Chancen. Allianz ist aus meiner Sicht ein kleines bissel in der Favoritenrolle. Sie haben das letzte Bundesliga-Duell gegen uns in Stuttgart mit 3:0 gewonnen, mussten in dieser Woche nicht wie wir in der Champions League auswärts spielen und haben die einfachere Anreise. Aber genau das kann uns nutzen. Ich bin optimistisch.“

Schmetterbälle

Anett Sattler ist die SPORT1- Moderatorin beim Pokalfinale in der Mannheimer SAP Arena.
Anett Sattler ist die SPORT1- Moderatorin beim Pokalfinale in der Mannheimer SAP Arena.

SCHMERZHAFTER UNFALL

DSC-Geschäftsführerin Sandra Zimmermann tritt die Reise nach Mannheim heute gehandicapt an. Die 29-Jährige wurde in ihrem Auto an der Ampel von hinten angefahren, erlitt ein Schleudertrauma und trägt jetzt eine Halskrause. Zimmermann: „Ich habe Schmerzen im Genick und im Hinterkopf, muss Schmerzmittel einnehmen.“

FÜNF STUNDEN BEI SPORT1

SPORT1 rückt zum Pokalfinale den Volleyball ins Rampenlicht: Der Sportsender überträgt am Sonntag ab 14 Uhr live und nonstop das Endspiel im DVV-Finale der Frauen (DSC gegen Stuttgart) und Männer (Ingersoll Bühl gegen BR Volleys). Damit zeigt SPORT1 fünf Stunden Volleyball im Free-TV, eine Rekordmarke in der Senderhistorie. Insgesamt wird an der TV-Produktion eine Crew von zirka 40 Personen beteiligt sein. Moderatorin ist Anett Sattler, Kommentator Hajo Wolff.

Fotos: Lutz Hentschel


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