Verrückt! DSC trotz Niederlage in den Play-offs

Die DSC-Schmetterlinge Laura Dijkema (re.) und Nneka Onyejekwe beim Block.
Die DSC-Schmetterlinge Laura Dijkema (re.) und Nneka Onyejekwe beim Block.

Von Steffen Grimm

Istanbul - Ein erneutes Wunder gelang nicht, trotzdem wurde es ein denkwürdiger Abend für die Dresdner Schmetterlinge!

Gut elf Monate nach dem sensationellen 3:2-Erfolg am Bosporus verlor der DSC sein letztes Gruppenspiel in der Champions League beim Starensemble von Fenerbahce Istanbul diesmal glatt mit 0:3 (22:25, 15:25, 23:25).

Trotz der Niederlage bejubelte der deutsche Meister anschließend im Hotel noch den Einzug in die Play-offs der Königsklasse, weil Impel Wroclaw am späten Abend seinen Heimvorteil nicht nutzen konnte und mit 2:3 (18:25, 25:23, 16:25, 25:23, 11:15) gegen das bis dahin sieglose Schlusslicht Telekom Baku verlor.

Die Mannschaft von Chefcoach Alex Waibl blieb damit Zweiter in Pool E. Am Donnerstag erfolgt in Luxemburg die Auslosung für die K.o.-Phase.

Trainer Alex Waibl sah phasenweise einen verkrampften Auftritt seiner Mannschaft. Trotzdem hat der DSC die Play-offs erreicht.
Trainer Alex Waibl sah phasenweise einen verkrampften Auftritt seiner Mannschaft. Trotzdem hat der DSC die Play-offs erreicht.

Der erste Satz in Istanbul wurde ein Duell auf Augenhöhe. Die Gäste legten dank Michelle Bartsch und Kathleen Slay ein 3:0 vor, doch „Fener“ schlug zurück - vor allem über die gefährliche Serbin Brankica Mihajlovic.

Nach dem 17:17 war es die Koreanerin Yeon-Koung Kim, die den ungeschlagenen Spitzenreiter in Vorhand brachte und für die Gastgeberinnen auch zum 25:22 punktete.

Im zweiten Akt blieb es bis zum 13:13 spannend, danach konnte der DSC dem Top-Favoriten vor gerade mal 600 Zuschauern im „Burhan Felek Voleybol Salonu“ nicht mehr Paroli bieten. Istanbul zog durch und machte gleich mit dem ersten Satzball das 25:15.

Trotz des 0:2-Satzrückstandes und einem 6:11 im dritten Durchgang bewies der deutsche Meister Moral. Laura Dijkema [&] Co. kämpften sich auf 21:22 heran und wehrten noch zwei Matchbälle von Fenerbahce ab. Doch ein langer Ballwechsel endete mit dem 23:25, nach 82 Minuten war die Partie für die Dresdnerinnen mit 0:3 verloren.

Kim und Mihajlovic waren Istanbuls Topscorerinnen (je 17), für den DSC machte Michelle Bartsch die meisten Punkte (13).

„Fenerbahce war in dieser Partie einfach zu gut für uns. Man hat meiner Mannschaft angemerkt, dass sie das Unmögliche möglich machen wollte. Dabei waren wir manchmal ein bisschen zu verkrampft“, meinte DSC-Chefcoach Waibl kurz nach dem Spiel.

Fotos: Daniel Hinsdorf, Lutz Hentschel


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