So will Waibl Moskau schachmatt setzen!

Nachdenklich! Kann sich DSC-Coach Alex Waibl den richtigen Schachzug mit Hilfe seines Bretts für Moskau ausdenken?
Nachdenklich! Kann sich DSC-Coach Alex Waibl den richtigen Schachzug mit Hilfe seines Bretts für Moskau ausdenken?

Von Enrico Lucke

Dresden - Für Coach Alex Waibl ist es „der Fluch der guten Tat“, dass seine DSC-Schmetterlinge in der Champions League mit Dinamo Moskau aufs beste Team treffen. Der 47-Jährige ist beim Duell am Mittwoch in der Margon Arena (ab 19 Uhr) nun als gewiefter Schachspieler gefragt.

Die gute Tat besteht darin, dass der Deutsche Meister sich als Gruppenzweiter für die Play-offs qualifiziert hat. In der Runde der besten zwölf Teams wartet nun eine „Mission Impossible“. „Moskau ist eigentlich die russische Nationalmannschaft, die in sehr souveräner Manier Europameister geworden ist“, so Waibl.

„Durch die brasilianische Olympiasiegerin Fernanda Garay haben sie dazu eine der weltbesten Außenangreiferinnen. In der Meisterschaft gewannen sie alle elf Spiele. In der Champions League verloren sie bisher nur das erste von sechs Gruppenspielen. Das ist die Ausgangslage.“

Die Punkte herschenken, das will der DSC-Coach nicht. Sein Ziel ist es, die Moskauerinnen zu ärgern. Dafür muss er sich die passenden Schachzüge zurechtlegen. „Denn es ist superschwierig, den Ball auf den Boden zu bekommen.“ Taktiker Waibl kundschaftet per Videoanalyse daher Verschiedenes aus: „Wie können wir es schaffen, ihren Angriff zu stoppen? Auf wen müssen wir aufschlagen, wie stellen wir den Block, welche Zonen blocken wir, mehr die Linie oder eher diagonal?“

Jeder Schachzug muss sitzen, um Dinamo die Energie zu nehmen und sie im besten Falle matt zu setzen. Letzteres scheint utopisch. Aber vor einem Jahr gelang die Überraschung. Mit 0:2 lagen die Dresdnerinnen nach Sätzen hinten, am Ende gewannen sie das Heimspiel 3:2.

Fotos: Lutz Hentschel


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