Keine Frische, lahmer Angriff! DSC vergeigt gegen Potsdam

Ex-DSCerin Saskia Hippe (M.) war mit 20 Punkten Potsdams Topscorerin.
Ex-DSCerin Saskia Hippe (M.) war mit 20 Punkten Potsdams Topscorerin.

Von Steffen Grimm

Dresden - Der DSC hat eine überraschende 2:3-Heimpleite gegen den SC Potsdam kassiert - trotz 2:1-Satzführung. Der Vorsprung an der Bundesliga-Spitze ist auf zwei Zähler geschmolzen.

Ex-DSCerin Saskia Hippe machte den ersten Punkt für Dresden - sie schmetterte ins Aus. Aber als es die Blondine in der Folgezeit besser machte, lagen die Dresdnerinnen 3:5 hinten. Es dauerte bis zum 11:10, ehe die Mannschaft von Chefcoach Alex Waibl zum zweiten Mal die Nase vorn hatte. Gina Mancuso erhöhte auf 16:12. Laura Dijkema beendete den ersten Satz mit einem schönen Aufschlag zum 25:17.

Der Meister konnte den Schwung allerdings nicht mitnehmen und lag zu Beginn des zweiten Durchgangs erneut hinten. Auch eine Auszeit half nicht - 7:11. Es sah oft hektisch und ideenlos aus, was der Favorit veranstaltete.

Laura Dijkema, Lisa Izquierdo und Jennifer Cross war die Enttäuschung über die Niederlage anzusehen.
Laura Dijkema, Lisa Izquierdo und Jennifer Cross war die Enttäuschung über die Niederlage anzusehen.

Mit zwei Blockpunkten setzte Jennifer Cross, die diesmal von Beginn an ran durfte, ein Signal. Aber es verhallte schnell. Nach dem 12:12 geriet der DSC erneut ins Hintertreffen - 14:16. Auch die Einwechslung der lange verletzten Lisa Izquierdo (Knie) brachte nicht mehr die Wende - 23:25.

Es war nicht schön, was den 2694 Zuschauern gestern Abend in der Margon Arena geboten wurde. Aber die Gastgeberinnen, die erneut auf Michelle Bartsch (Knie) verzichten mussten, wurstelten sich mit dem dritten Satz (8:6, 16:15) wieder nach vorn. Gina Mancuso sorgte für das 25:23.

Verrückter vierter Akt: Der DSC wehrte nach dem 21:24 vier Satzbälle ab. Doch das reichte nicht. Lisa Izquierdo wurde abgeblockt - 25:27. Der Tiebreak musste die Entscheidung bringen.

Und den verlor der Meister trotz eines 6:3-Vorsprungs mit 10:15. Nach insgesamt 132 Minuten war die 2:3-Pleite perfekt. „Uns fehlte die Frische, im Angriff haben wir keine Punkte gemacht“, sagte Chefcoach Waibl. „Natürlich wollten wir gewinnen, aber wir müssen die Niederlage so hinnehmen. Das ist im Endeffekt kein Problem für uns.“

Fotos: Lutz Hentschel


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