Jetzt muss der DSC um die Play-offs zittern!

Louisa Lippmann (re.) war mit 19 Punkten DSC-Topscorerin, die Niederlage konnte sie aber nicht verhindern.
Louisa Lippmann (re.) war mit 19 Punkten DSC-Topscorerin, die Niederlage konnte sie aber nicht verhindern.

Von Steffen Grimm

Dresden - Der DSC hat im fünften Gruppenspiel die zweite Niederlage kassiert. Das Heimspiel gegen Impel Wroclaw wurde trotz großem Kampf 1:3 (23:25, 27:29, 25:15, 19:25) verloren.

Die Gäste entfachten sofort enormen Druck. Schlugen gut auf, griffen schnell und brandgefährlich über die Außen an. Der DSC fand zu Beginn kaum ein Gegenmittel, lag ratzbatz 1:5 hinten und kämpfte sich nur einmal auf einen Punkt heran (5:6).

Drohte es wirklich mal eng für Wroclaw zu werden, schlugen die überragende Kristin Hildebrand und ihr Team prompt zurück. Chefcoach Alex Waibl reagierte nach dem 10:15, brachte Louisa Lippmann für Kristina Mikhailenko.

Unglaublich: Die Gastgeberinnen kämpften sich vom 15:20 zum 20:20. Topscorerin Louisa Lippmann (19 Zähler) schlug für alle sichtbar ein Ass, doch der Linienrichter sah den Ball im Aus - 20:21. Alex Waibl wäre beinahe explodiert. Es blieb jetzt eng, aber nach einem Fehler verlor der DSC den ersten Durchgang mit 23:25.

Michelle Bartsch, Louisa Lippmann und Katie Slay (v.l.) verließen enttäuscht das Parkett.
Michelle Bartsch, Louisa Lippmann und Katie Slay (v.l.) verließen enttäuscht das Parkett.

Mit dem 1:0 im zweiten Akt gelang den Gastgeberinnen die erste Führung im Spiel. Jetzt explodierten Waibls Damen - und wie! Louisa Lippmann schlug zum 11:6 zu. Doch Impel kam zurück, glich mit 14:14 aus.

Katarzyna Skowronska-Dolata, die mit gebrochener Zehe und unter Schmerzen spielte, machte das 14:15. Die 3000 Zuschauer in der ausverkauften Margon Arena erlebten in der Schlussphase erneut ein Duell auf Augenhöhe. Bitter: Als der DSC drei Satzbälle nicht nutzen konnte, ging der zweite Akt noch mit 27:29 verloren.

Trotz des 0:2-Satzrückstandes ließen Laura Dijkema [&] Co. die Köpfe nicht hängen. Im dritten Durchgang gaben die Dresdnerinnen noch einmal Vollgas. Diesmal mit brachialem Erfolg - 25:15.

Doch die von den Fans erhoffte Wende gelang nicht. Der vierte Akt ging trotz verbissener Gegenwehr mit 19:25 weg. Nach 121 Minuten stand die 1:3-Niederlage fest. Alex Waibl konstatierte sachlich: „Wroclaw hat verdient gewonnen, hat besser abgewehrt und geblockt. Viele unserer Angriffe waren wirkungslos. Wir hätten den zweiten Satz nicht abgeben dürfen.“

Der deutsche Meister bleibt zwar Tabellen-Zweiter in Pool E, muss aber um den Einzug in die Play-offs der Königsklasse bangen. Denn zum Abschluss der Gruppenphase müssen die Dresdnerinnen zu Spitzenreiter Fenerbahce Istanbul, Wroclaw empfängt Schlusslicht Baku.

Dann könnte Impel noch am DSC vorbeiziehen.

Fotos: Lutz Hentschel


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