Polizei räumt von Aktivisten besetztes Baumhaus im Vollhöfner Wald

Hamburg - Das war's! Die Hamburger Polizei hat am Donnerstag mit der Räumung eines besetzten Areals im Vollhöfner Wald im Stadtteil Altenwerder begonnen.

Polizisten sichern im Stadtteil Altenwerder in den Vollhörner Weiden ein besetztes Baumhaus.
Polizisten sichern im Stadtteil Altenwerder in den Vollhörner Weiden ein besetztes Baumhaus.  © dpa/Daniel Bockwoldt

Aktivisten hatten Mitte Oktober bekanntgegeben, dass der Vollhöfner Wald besetzt sei und ein Baumhaus in dem Waldstück gebaut, um gegen eine geplante Rodung zu protestieren.

Am Vormittag gelang es den Beamten, das Baumhaus zu räumen. Mehrere Aktivisten waren aber an Seilen festgemacht hoch in umliegende Bäume geklettert, um sich dem Zugriff zu entziehen. Beamte kletterten ihnen hinterher.

Die Waldbesetzer fordern, den nach Angaben des Naturschutzbunds (Nabu) 45 Hektar großen Wald zum Naturschutzgebiet zu erklären.

Unterstützung erhielten die Aktivisten am Vortag von Umweltsenator Jens Kerstan (Grüne). Er twitterte, im Senat sei man sich einig, dass im Vollhöfner Wald bis mindestens 2023 alles bleibe wie es ist. "Die Sorge um Bäume und Wälder in Zeiten der Klimakrise teile ich. Zu einem Dialog darüber bin ich gern bereit."

Offiziell ist das Areal Altenwerder West laut Hamburger Projekt-Realisierungsgesellschaft mbH seit Mai 2016 Hafennutzungsgebiet. In den 1960er Jahren ist das Gebiet an der Alten Süderelbe nach Angaben der Projekt-Realisierungsgesellschaft für die Schlickabsetzung genutzt worden.

Nachdem die Fläche nicht mehr gebraucht wurde sei eine Wald-Vegetation entstanden.

Die Aktivisten werden von einem Polizisten abgeseilt.
Die Aktivisten werden von einem Polizisten abgeseilt.  © Daniel Bockwoldt/dpa

Titelfoto: dpa/Daniel Bockwoldt

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