Verbraucherzentrale und Mieterbund kritisieren Vonovia

Düsseldorf - Mieterschützer haben dem größten deutschen Immobilienkonzern Vonovia vorgeworfen, Wohnungsinteressenten zusammen mit dem Mietvertrag auch gleich weitere Verträge zum Wechsel des Energieanbieters "unterschieben" zu wollen.

Ralf Buch, Chef bei Vonovia.
Ralf Buch, Chef bei Vonovia.  © DPA

Neumieter, die den Strom- und Gasbezug der Vonovia nicht wollten, müssten aktiv werden und den entsprechenden Passus im Mietvertrag streichen, hieß es am Donnerstag in einer Mitteilung des Deutschen Mieterbunds und der Verbraucherzentrale.

Der Energieliefervertrag habe eine Mindestvertragslaufzeit von einem Jahr und verlängere sich jeweils ohne Kündigung.

Der Tarif für den Strom habe zudem in einem von der Verbraucherzentrale NRW geprüften Fall über dem Durchschnittspreis gelegen.

Das Unternehmen wies die Vorwürfe zurück. Der Abschluss des Stromvertrages sei für den Mieter freiwillig.

Auch gebe es vorab die Möglichkeit zum Preisvergleich. Die angebotenen Preise seien zudem günstiger als der Grundversorgungstarif, hieß es.

Vonovia auch wegen Modernisierungen in der Kritik

Die Vonovia-Zentrale in Düsseldorf.
Die Vonovia-Zentrale in Düsseldorf.  © DPA

Zuletzt war Vonovia wegen seiner Modernisierungspraxis in die Kritik geraten. Der Konzern hatte daraufhin die Ausgaben für Modernisierungen reduziert.

Vom kommenden Jahr an dürfen Hausbesitzer nach Modernisierungen nur noch maximal acht Prozent der Renovierungskosten im Jahr statt bisher elf Prozent auf die Miete umlegen.

Pro Quadratmeter sind dann Erhöhungen bis zu drei Euro erlaubt. Wo die Miete weniger als sieben Euro pro Quadratmeter beträgt, dürfen Vermieter nur zwei Euro pro Quadratmeter aufschlagen.

Titelfoto: DPA


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