Vor 20 Jahren wütete der Weihnachts-Orkan Lothar: Sind die Schäden noch zu sehen?

Karlsruhe - Weihnachts-Orkan "Lothar" hat vor 20 Jahren aus Sicht von Baden-Württembergs Forstminister Peter Hauk (CDU) gezeigt, wie verletzlich das Ökosystem Wald ist.

Forstminister Perter Hauk (CDU).
Forstminister Perter Hauk (CDU).  © Patrick Seeger/dpa

Zwar könne man solch "brachialen Gewalten“ im Wald nichts entgegensetzen. "Da darf man sich keiner Illusion hingeben. Da siegt die Physik, nicht die Politik", so Hauk.

Man könne aber Schäden durch entsprechende Pflege der Wälder minimieren und die Risiken streuen. Hauk ist überzeugt: "Aufgrund der Klimaveränderungen müssen wir häufiger mit schweren Stürmen rechnen."

Am 26. Dezember 1999 war "Lothar" mit teils mehr als 200 Stundenkilometern von Frankreich kommend über Südwestdeutschland hinweggefegt. Allein in Baden-Württembergs Wäldern hinterließ der Orkan rund 40.000 Hektar Kahlflächen. Dass davon heute so gut wie nichts mehr zu sehen ist, sei das Verdienst der Waldbesitzer und Forstleute, meinte Hauk.

Diese hätten in einem Kraftakt die Flächen von Schadhölzern geräumt und dafür gesorgt, dass dort heute praktisch durchweg standortsangepasste und naturnahe Mischwälder wachsen.

"Stabile Mischwälder helfen uns, die Risiken für Sturmschäden im Wald zu minimieren", betonte Hauk. "Die Wiederbewaldung nach "Lothar" hat unsere naturnahen Waldbaukonzepte in Baden-Württemberg weiter nach vorne gebracht. Mit Blick auf den Klimawandel werden wir diese weiter anpassen und weiterentwickeln."

Sturm Lothar hinterließ viele kahle Flächen in Baden-Württemberg.
Sturm Lothar hinterließ viele kahle Flächen in Baden-Württemberg.  © Rolf Haid/dpa

Titelfoto: Rolf Haid/dpa

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