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Vor 25 Jahren wurde die Interflug vom Himmel geholt

DDR - Die DDR ging 1958 in die Luft: Interflug hieß die staatliche Airline. Die Fluggesellschaft mit dem eleganten rot-weißen Logo verfrachtete die DDR-Bürger bis ans Schwarze Meer und war Devisenbringer für die Staatsführung. Gerade mal 33 Jahre später wurde der Luftverkehrsbetrieb der DDR wieder eingestellt - am 30. April 1991.
Die große, weite Welt hinter der Staatsgrenze machte den Beruf der Stewardess außerordentlich begehrt.
Die große, weite Welt hinter der Staatsgrenze machte den Beruf der Stewardess außerordentlich begehrt.

Von Katrin Richter

DDR - Die DDR ging 1958 in die Luft: Interflug hieß die staatliche Airline. Die Fluggesellschaft mit dem eleganten rot-weißen Logo verfrachtete die DDR-Bürger bis ans Schwarze Meer und war Devisenbringer für die Staatsführung. Gerade mal 33 Jahre später wurde der Luftverkehrsbetrieb der DDR wieder eingestellt - am 30. April 1991.

Genau genommen ist die Interflug als DDR-Lufthansa schon vorher geboren worden - als Ergebnis eines Ost-West-Konflikts. Nach dem Krieg beanspruchten zwei Gesellschaften den Namen Deutsche Lufthansa für sich. Dabei war der Westen schneller beim Patentamt. Dennoch wird am 1. Juli 1955 in der DDR ebenfalls eine „Deutsche Lufthansa“ gegründet.

Vor dem Hintergrund dieses Namensproblems und einer drohenden rechtlichen Niederlage für die DDR beschloss man 1958, eine neue Gesellschaft zu gründen: die Interflug, Gesellschaft für internationalen Flugverkehr mbH, die schließlich 1963 alle Rechte und Pflichten der ehemaligen Deutschen Lufthansa der DDR übernahm.

Viele ehemalige Interfl ug-Leute glauben, ihre Airline sei „kaputt gemacht“ worden.
Viele ehemalige Interfl ug-Leute glauben, ihre Airline sei „kaputt gemacht“ worden.

Anfangs hatte es an fast allem gemangelt, besonders an Personal.

Frauen durften nicht ans Steuer, und Piloten mit sogenannter Westverwandschaft oder Singles galten als potenzielle „Republikflüchtlinge“. Viele Flugzeugführer kamen als Reserveoffiziere von der NVA.

Die Flüge reichten von Inlandsverbindungen nach Leipzig oder an die Ostsee bis in die sozialistischen „Bruderstaaten“ , nach Afrika und in den Nahen Osten.

Um Devisen einzunehmen, köderte die Interflug auch Fluggäste aus West-Berlin.

Im Jahr 1983 umspannte das Streckennetz 122.000 Kilometer. Außerdem gehörten Agrar- und Düngeflieger, alle Flughäfen und die Flugsicherung zur Interflug.

Die andere „Deutsche Lufthansa“: Gegründet vor über 60 Jahren, beerdigt anno 1991.
Die andere „Deutsche Lufthansa“: Gegründet vor über 60 Jahren, beerdigt anno 1991.

Selbst ins Guinness-Buch der Rekorde hat es die Interflug geschafft: In 13:25 Stunden flog ein Airbus 310 am 21. November 1989 vom japanischen Kumamoto nach Berlin-Schönefeld. Nie zuvor war eine derartige Strecke nonstop bewältigt wurden.

Im Jahr des Mauerfalls (1989) hatte die Interflug noch insgesamt 40 Verkehrsmaschinen in Betrieb. Noch im Oktober 1990 bescheinigte die Treuhandanstalt der Interflug, dass „das Unternehmen sehr wohl überlebensfähig ist“.

Trotzdem kam ein halbes Jahr nach der deutsch-deutschen Wiedervereinigung das Aus für die frühere DDR-Fluggesellschaft. Mit Beschluss der Treuhand vom 7. Februar 1991 wurde die Interflug liquidiert. Am 30. April 1991 führte die Tupolew 134 den letzten Linienflug nach Wien durch.

Das Ende der Interflug nach dem Mauerfall wird bis heute sehr unterschiedlich beurteilt. Versuche, eine enge Kooperation zwischen Lufthansa und Interflug auf den Weg zu bringen, scheiterten. Die Lufthansa hatte scheinbar kein Interesse an einem starken Partner oder gar Konkurrenten.

Pilot Kallbach, eine lebende Legende

Fliegerlegende Heinz-Dieter Kallbach.
Fliegerlegende Heinz-Dieter Kallbach.

Heinz-Dieter Kallbach war der wohl berühmteste Flugkapitän der Interflug. Er flog Hilfsgüter nach Afrika, die DDR-Nationalmannschaft zu den Olympischen Spielen nach Calgary und Seoul und kämpfte in 12 000 Metern Höhe mit einem Selbstmordattentäter im Cockpit.

Für die Landung eines Langstreckenjets am 23. Oktober 1989 auf einer - eigentlich viel zu kurzen - Grasbahn im brandenburgischen Stölln bekam der 75-Jährige einen Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde.

Ab 1964 war er Kapitän bei der Interflug. In seiner Autobiografie bekennt der gebürtige Lausitzer: „Ich wollte eigentlich zur See. Zur Fliegerei kam ich nur zufällig.“ Nach der Wende arbeitete er bei einer Chartergesellschaft weiter, später als Werkspilot und Ausbilder. Insgesamt hat er bis heute über 33 000 Flugstunden absolviert. In Kilometern gerechnet entspricht das etwa 535 Erdumrundungen.

Die Pilotenlegende musste mit zehn Triebwerksausfällen und zahlreichen Bränden an Bord kämpfen. Seine Erfahrungen und spektakulären Manöver beschrieb er in dem Buch „Mayday über Saragossa“.

Auch Katastrophen blieben nicht aus

Das ausgebrannte Wrack der Iljuschin nach dem Startunglück auf dem Flughafen Schönefeld.
Das ausgebrannte Wrack der Iljuschin nach dem Startunglück auf dem Flughafen Schönefeld.

Bis zur Einstellung des Flugverkehrs verzeichnet die Interflug vier tödliche Unfälle mit insgesamt 214 Toten. Darunter eines der folgenschwersten Flugzeugunglücke auf deutschem Boden.

  • Am 14. August 1972 stürzt eine Iljuschin vom Typ IL-62 kurz nach dem Start in Schönefeld über Königs Wusterhausen ab. Alle 156 Menschen an Bord kommen ums Leben.
  • 1. September 1975 – Beim Landeanflug auf den Flughafen Leipzig/Halle verunglücken 27 der 34 Insassen tödlich.
  • 26. März 1979 – Eine Maschine zerschellt beim Start im angolanischen Luanda. Alle zehn Insassen kommen ums Leben.
  • Der letzte große Unfall ereignet sich am 16. Juni 1989, als eine IL 62 beim Start in Schönefeld über die Landebahn hinausschießt - 21 von 113 Insassen sterben.
  • Ein anderer tragischer Zwischenfall ereignet sich am 10. März 1970. Christel und Eckhard Wehage versuchen mit einer Pistole eine Antonow, die von Berlin-Schönefeld nach Leipzig fliegen sollte, zu entführen und nach Hannover umzuleiten. Die Piloten, die sich im Cockpit einschlossen, täuschen Treibstoffmangel vor und geben an, nach Berlin-Tempelhof zu fliegen. Tatsächlich fliegt das Flugzeug zum Flughafen Berlin-Schönefeld zurück. Als die Entführer bemerken, dass sie nicht aus der DDR fliehen können, begehen sie an Bord Selbstmord.

Fotos: dpa/Karlheinz Schindler/Siegbert Heiland/Paul Glaser/Manfred Uhlenhut

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