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Vor 70 Jahren starb das alte Chemnitz

Chemnitz - Bei zehn Bombenangriffen auf Chemnitz wurde ein Großteil der Stadt und der Industrieanlagen zerstört. Der größte Angriff war in der Nacht des 5. März.
Die zerstörte Innenstadt von Chemnitz.
Die zerstörte Innenstadt von Chemnitz.

Chemnitz - 760 englische und kanadische Bomber der Typen Halifax und Lancaster zerstörten am 5. März 1945 die Innenstadt von Chemnitz.

Die alliierten Flugzeuge warfen zwischen 21.37 und 22.08 Uhr 2 800 Tonnen Bomben ab. Die Innenstadt versank in einem Flammenmeer, wurde zu 80 Prozent zerstört.

Bei dem Angriff starben 2100 Chemnitzer.

Insgesamt fielen zehn alliierten Bombenangriffen auf Chemnitz (6. Februar bis 11. April 1945 mit 2881 Flugzeugen und 7716 Tonnen Bomben) rund 4000 Einwohner zum Opfer.

Damit wollten die Aliierten sowohl die Moral der Bevölkerung brechen als auch Infrastruktur und Rüstungsbetriebe zerstören: In Siegmar wurden Motoren für die hochmodernen Panzer Tiger und Panther produziert.

Die Stadt ruft anlässlich des 70. Jahrestages dieses verheerendsten Luftangriffs zum Friedenstag (Donnerstag) auf und ehrt Trümmerfrauen.

Trümmerfrauen erinnern sich

Ein Bild, das Anfang der 50er-Jahre entstand: Renate Klein klopfte als junges Mädchen in der Zschopauer Straße Ziegel.
Ein Bild, das Anfang der 50er-Jahre entstand: Renate Klein klopfte als junges Mädchen in der Zschopauer Straße Ziegel.

Von Sabine Leppek

„Krieg, Zerstörung, Trümmer: Damit mussten wir leben“, sagt Lucie Erler (96). Die alte Dame ist eine der mehr als 100 ehemaligen Trümmerfrauen, die Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig (53, SPD) am Sonnabend zu einem Empfang in den Chemnitzer Hof eingeladen hatte.

Damit ehrte die Stadt die Frauen, die vor 70 Jahren anfingen, das zerstörte Chemnitz wieder aufzubauen. Dem gemeinsamen Kaffeetrinken folgte der Eintrag ins Goldene Buch der Stadt.

Mit dabei auch Frauen, die als Mädchen die Arbeit zwischen Ruinen erlebt und selbst mit angepackt haben, wenn ihre Mütter als Trümmerfrauen in der Stadt unterwegs waren.

Eine von ihnen ist Renate Klein (78). Gerade mal acht Jahre alt war sie, als in der Nacht vom 5. auf den 6. März 1945 angloamerikanische Flugzeuge Chemnitz bombardierten.

„Die Straßen waren voller Schutt und Asche“, erinnert sie sich. „Als der Krieg vorbei war, blieb uns nichts anderes übrig, als anzupacken. In den Trümmern konnte und wollte niemand leben. Ich ging mit meiner Mutter in die Zschopauer Straße zum Dachziegelputzen und Steineabklopfen. Bei jedem Wetter. Wir sahen aus, hatten schmutzige und kaputte Hände.“

Die spätere Fernmeldemechanikerin denkt ohne Groll an die Zeit zurück: „Es war hart, aber der Zusammenhalt war gut.“

Nur wenn Sirenen heulen, dann läuft ihr auch heute noch ein kalter Schauer den Rücken runter. „Ich bin froh, dass es mittwochs keinen Probealarm mehr gibt.“

Bis 1952 waren die Chemnitzer Frauen zum „Trümmern“, wie sie selbst sagen, im Einsatz. Der Lohn? Karin Simon (77) weiß es noch: „Erst gab’s nichts, dann Essenmarken, später Punkte, die für die Wohnungszuweisung wichtig waren.“

„Anfang der 50er-Jahre bekamen Kinder und Jugendliche Marken für den Jahrmarkt“, ergänzt Gudrun Rohn (79), die als Zehnjährige anfing, beim Wiederaufbau zu helfen.

„Ich hab Luftschaukel fahren mit Überschlag geliebt. Normalerweise hätten wir uns einen Rummelbesuch nicht leisten können.“

Trümmerfrau Renate Klein (78) kehrte zurück: Die Kastanie an der Zschopauer Straße steht noch.
Trümmerfrau Renate Klein (78) kehrte zurück: Die Kastanie an der Zschopauer Straße steht noch.

Das Programm des Gedenktages

Den 70. Jahrestag der Zerstörung am Donnerstag begeht Chemnitz mit dem Friedenstag.

9 Uhr legt Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig (53, SPD) am Mahnmal der Bombenopfer auf dem Städtischen Friedhof einen Kranz nieder.

10 Uhr halten Kinder und Jugendliche der Sprachheilschule an Friedensfeuern Mahnwache in der Bernsdorfer Straße 120.

14 Uhr beginnen am Friedenskeuz auf dem Neumarkt künstlerische und musikalische Aktionen, unter anderem mit der Musikschule und einem deutsch-tschechischen Jugendtheater.

15 Uhr startet am Tietz, Bahnhofstraße, ein Täterspuren-Rundgang. Vom ehemaligen Kaufhaus Schocken, dessen jüdische Inhaber enteignet worden waren, geht es zu acht Stationen in Altchemnitz und dem Stadtzentrum.

17 Uhr sind fünf Chemnitzer Kirchen Ausgangspunkt für die Friedenswege, deren Teilnehmer sich 18 Uhr auf dem Neumarkt treffen, wo das Theaterprojekt „Ich habe einen Traum“ beginnt.

19 Uhr führt die Robert-Schumann-Philharmonie das zu diesem Anlass komponierte Werk „A foreign field“ erstmals auf.

20 Uhr beginnt in der Jakobikirche ein Friedensgottesdienst.

21 Uhr werden alle Chemnitzer Kirchen zum Gedenken daran läuten, dass um diese Uhrzeit vor 70 Jahren der Angriff begann.

Ob rechtsextreme Gruppierungen einen Aufmarsch planen, ist bisher nicht bekannt.

Fotos: Uwe Meinhold, Archiv

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