Petry greift Höcke wegen Dresden-Rede an

TOP
Update

15-Jähriger nach Amoklauf in mexikanischer Schule gestorben

NEU

Diese grausamen Tierquäler-Bilder schocken die ganze Welt

NEU

Sarah Joelle und Micaela drehen heißes Lesben-Tape

5.476

Du willst ein lächeln wie die Stars? Dann schau mal hier!

ANZEIGE
2.105

Vor 70 Jahren starb das alte Chemnitz

Chemnitz - Bei zehn Bombenangriffen auf Chemnitz wurde ein Großteil der Stadt und der Industrieanlagen zerstört. Der größte Angriff war in der Nacht des 5. März.
Die zerstörte Innenstadt von Chemnitz.
Die zerstörte Innenstadt von Chemnitz.

Chemnitz - 760 englische und kanadische Bomber der Typen Halifax und Lancaster zerstörten am 5. März 1945 die Innenstadt von Chemnitz.

Die alliierten Flugzeuge warfen zwischen 21.37 und 22.08 Uhr 2 800 Tonnen Bomben ab. Die Innenstadt versank in einem Flammenmeer, wurde zu 80 Prozent zerstört.

Bei dem Angriff starben 2100 Chemnitzer.

Insgesamt fielen zehn alliierten Bombenangriffen auf Chemnitz (6. Februar bis 11. April 1945 mit 2881 Flugzeugen und 7716 Tonnen Bomben) rund 4000 Einwohner zum Opfer.

Damit wollten die Aliierten sowohl die Moral der Bevölkerung brechen als auch Infrastruktur und Rüstungsbetriebe zerstören: In Siegmar wurden Motoren für die hochmodernen Panzer Tiger und Panther produziert.

Die Stadt ruft anlässlich des 70. Jahrestages dieses verheerendsten Luftangriffs zum Friedenstag (Donnerstag) auf und ehrt Trümmerfrauen.

Trümmerfrauen erinnern sich

Ein Bild, das Anfang der 50er-Jahre entstand: Renate Klein klopfte als junges Mädchen in der Zschopauer Straße Ziegel.
Ein Bild, das Anfang der 50er-Jahre entstand: Renate Klein klopfte als junges Mädchen in der Zschopauer Straße Ziegel.

Von Sabine Leppek

„Krieg, Zerstörung, Trümmer: Damit mussten wir leben“, sagt Lucie Erler (96). Die alte Dame ist eine der mehr als 100 ehemaligen Trümmerfrauen, die Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig (53, SPD) am Sonnabend zu einem Empfang in den Chemnitzer Hof eingeladen hatte.

Damit ehrte die Stadt die Frauen, die vor 70 Jahren anfingen, das zerstörte Chemnitz wieder aufzubauen. Dem gemeinsamen Kaffeetrinken folgte der Eintrag ins Goldene Buch der Stadt.

Mit dabei auch Frauen, die als Mädchen die Arbeit zwischen Ruinen erlebt und selbst mit angepackt haben, wenn ihre Mütter als Trümmerfrauen in der Stadt unterwegs waren.

Eine von ihnen ist Renate Klein (78). Gerade mal acht Jahre alt war sie, als in der Nacht vom 5. auf den 6. März 1945 angloamerikanische Flugzeuge Chemnitz bombardierten.

„Die Straßen waren voller Schutt und Asche“, erinnert sie sich. „Als der Krieg vorbei war, blieb uns nichts anderes übrig, als anzupacken. In den Trümmern konnte und wollte niemand leben. Ich ging mit meiner Mutter in die Zschopauer Straße zum Dachziegelputzen und Steineabklopfen. Bei jedem Wetter. Wir sahen aus, hatten schmutzige und kaputte Hände.“

Die spätere Fernmeldemechanikerin denkt ohne Groll an die Zeit zurück: „Es war hart, aber der Zusammenhalt war gut.“

Nur wenn Sirenen heulen, dann läuft ihr auch heute noch ein kalter Schauer den Rücken runter. „Ich bin froh, dass es mittwochs keinen Probealarm mehr gibt.“

Bis 1952 waren die Chemnitzer Frauen zum „Trümmern“, wie sie selbst sagen, im Einsatz. Der Lohn? Karin Simon (77) weiß es noch: „Erst gab’s nichts, dann Essenmarken, später Punkte, die für die Wohnungszuweisung wichtig waren.“

„Anfang der 50er-Jahre bekamen Kinder und Jugendliche Marken für den Jahrmarkt“, ergänzt Gudrun Rohn (79), die als Zehnjährige anfing, beim Wiederaufbau zu helfen.

„Ich hab Luftschaukel fahren mit Überschlag geliebt. Normalerweise hätten wir uns einen Rummelbesuch nicht leisten können.“

Trümmerfrau Renate Klein (78) kehrte zurück: Die Kastanie an der Zschopauer Straße steht noch.
Trümmerfrau Renate Klein (78) kehrte zurück: Die Kastanie an der Zschopauer Straße steht noch.

Das Programm des Gedenktages

Den 70. Jahrestag der Zerstörung am Donnerstag begeht Chemnitz mit dem Friedenstag.

9 Uhr legt Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig (53, SPD) am Mahnmal der Bombenopfer auf dem Städtischen Friedhof einen Kranz nieder.

10 Uhr halten Kinder und Jugendliche der Sprachheilschule an Friedensfeuern Mahnwache in der Bernsdorfer Straße 120.

14 Uhr beginnen am Friedenskeuz auf dem Neumarkt künstlerische und musikalische Aktionen, unter anderem mit der Musikschule und einem deutsch-tschechischen Jugendtheater.

15 Uhr startet am Tietz, Bahnhofstraße, ein Täterspuren-Rundgang. Vom ehemaligen Kaufhaus Schocken, dessen jüdische Inhaber enteignet worden waren, geht es zu acht Stationen in Altchemnitz und dem Stadtzentrum.

17 Uhr sind fünf Chemnitzer Kirchen Ausgangspunkt für die Friedenswege, deren Teilnehmer sich 18 Uhr auf dem Neumarkt treffen, wo das Theaterprojekt „Ich habe einen Traum“ beginnt.

19 Uhr führt die Robert-Schumann-Philharmonie das zu diesem Anlass komponierte Werk „A foreign field“ erstmals auf.

20 Uhr beginnt in der Jakobikirche ein Friedensgottesdienst.

21 Uhr werden alle Chemnitzer Kirchen zum Gedenken daran läuten, dass um diese Uhrzeit vor 70 Jahren der Angriff begann.

Ob rechtsextreme Gruppierungen einen Aufmarsch planen, ist bisher nicht bekannt.

Fotos: Uwe Meinhold, Archiv

Vier aus vier: Handballer bleiben bei WM unbesiegt!

514

Polizei entdeckt Pony im Kofferraum

5.178

Dynamo kämpft: Teilausschluss gegen Union soll abgewendet werden

5.131

So sehr müssen Labormäuse für deutsches Bier leiden

935

Eltern sterben bei Horrorcrash - und hinterlassen sieben Waisen

19.158

Betrunkene rennt ins falsche Haus, beißt Studentin und stürzt die Treppe hinunter

1.988

Paar lässt sich für Liebesspiel in Disko einschließen und wird gefilmt

3.082

"Ich war immer sauer!" Papadopoulos rechnet mit RB Leipzig ab

5.008

Vater findet nach mehr als 30 Jahren seine Töchter wieder

4.052

Mega-Projekt! Wollen die Wollnys jetzt etwa im Hotel leben?

4.805

Polizeibekannter 16-Jähriger schubst Frau ins Gleisbett

4.184

Harte Dynamo-Strafe! K-Block-Sperre bleibt bestehen

10.346

Australier kuschelt seit sieben Jahren mit einem Hai

1.669

Rätselhafter Fall! Halb-Skalpierter 15-Jähriger liegt in Blutlache vor Heim

18.053

NSU-Prozess: Beate Zschäpe voll schuldfähig

1.092

Ekel-Mahlzeit! Mann entdeckt tote Maus im Salat

1.479

Handball-WM: Deutschland trifft auf Weißrussland

354

Hacker drohen Trump mit brisanten Enthüllungen

3.361

Jetzt gibt's den Spermien-Tester auch fürs Smartphone

1.988

Ex-Piratin Weisband ärgert sich über Sexismus beim Babysitten

2.485

250-Kilo-Fliegerbombe in Leipzig gesprengt

7.987
Update

Fifa-Revolution: Fußball bald ohne Abseits und gelbe Karten?

2.830

Realitätsverlust? Ariana Grande verärgert ihre Follower

2.397

Schock in Bayern! Oberbürgermeister von Regensburg verhaftet

3.533

Rentner tot in Tiefkühltruhe in Berlin entdeckt

3.671

Selbstbefriedigung im Camp? Kader erklärt wie es geht

9.615

Gnade! Obama erlässt Whistleblowerin 28 Jahre Haft

2.401

Weil es zu lange dauerte! Frau überfährt absichtlich Hund

7.530

RB-Trainer Hasenhüttl sicher: Leipzig in Top-Verfassung für Rückrunde

1.072

Brand zerstört Dutzende Häuser in Touristenstadt

3.942

Sind Sarah und Cathy Hummels plötzlich Freundinnen?

2.150

Kunst oder Blasphemie? Mann wegen Liegestütze auf dem Altar verurteilt

871

Hat es jetzt in echt gefunkt? GZSZ-Liebespaar postet innige Kuba-Bilder

16.399

Hoeneß hatte im Gefängnis Angst vor Fotos in der Dusche

4.811

Schumachers Ex-Manager: "Seine Familie sagt nicht die volle Wahrheit"

34.616

Immer mehr Jugendliche süchtig nach Social Media

111

Drogendeal geplatzt: Frau beschwert sich bei der Polizei

2.540

Diese blauen Bäume aus Deutschland verwirren Menschen weltweit

5.350

Sarah Lombardi: Sie hätte sich auch ohne Affäre von Pietro getrennt

6.954

Beim Dreh! Syrer von MDR-Filmteam hunderte Meter von Rechten gejagt

8.969

Erdloch verschluckt fast kompletten Lkw samt Fahrer

2.378

Das Baby ist da! Sarah Connor zum vierten Mal Mutter

5.066

Traurig! Völlig abgemagerte Bären betteln um Essen

10.020