Vor AfD-Veranstaltung: Brand am "Mephisto"

Dresden - Eigentlich wollte die AfD in der Löbtauer Kneipe "Mephisto" eine Veranstaltung zum kommunalen Wohnungsbau abhalten, doch in der Nacht zu Mittwoch brannte es dort.

Der Imbisswagen ist nicht mehr zu gebrauchen.
Der Imbisswagen ist nicht mehr zu gebrauchen.  © Steffen Füssel

Ob zwischen den beiden Sachen ein Zusammenhang besteht, ermittelt nun der Staatsschutz.

Als Wirt Dirk König (48) Mittwochmorgen aufstand, schwante ihm schon Schlimmes: "Die Polizei hatte mich gegen 3 Uhr angerufen", sagt der "Mephisto"-Chef. "Ich habe mein Handy nachts aber lautlos."

Als er dann an seinem Lokal ankam, war sein Imbisswagen komplett ausgebrannt.

Rund 12.000 Euro war er geschätzt wert, der Kneipier rechnet aber durch die ausfallenden Imbisseinnahmen mit bis zu 50.000 Euro Schaden. "Wenn da eine Gasflasche drin gewesen wäre ...", so König. "Der Hausmeister hat in dem Lokal eine kleine Wohnung, das hätte Tote geben können."

Der gelernte Koch vermutet Linksradikale hinter dem Anschlag.

Tatsächlich geriet das Lokal nach mehreren AfD-Veranstaltungen in den Fokus linker Gruppen. "Ich habe kein Parteibuch", so der erregte Gastronom. "Und ich bin auf Mieteinnahmen angewiesen, besonders seit die Baustelle hier direkt vor der Tür ist. Ich vermiete aber an jeden, ich bin Koch und Kaufmann." Trotzdem sagte er die AfD-Veranstaltung jetzt ab: "Aus Sicherheitsgründen", so der Wirt. "Hier arbeiten auch ältere Frauen, ich will nicht, dass jemandem etwas passiert."

Die AfD hat Verständnis für den Wirt und sucht jetzt einen neuen Ort: "Aufgrund der Bedrohungslage wird das für uns immer schwieriger", sagt Wahlkampfmanager André Wendt (47). "Es ist wichtig, dass man unterschiedliche Auffassungen diskutiert, aber nicht so!"

Die Feuerwehr konnte in der Nacht verhindern, dass die Flammen auf das Lokal übergreifen.
Die Feuerwehr konnte in der Nacht verhindern, dass die Flammen auf das Lokal übergreifen.

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