"Vorbildlich": Deutsche Olympische Gesellschaft will Herthas U16 mit Fair-Play-Medaille auszeichnen

Berlin - Die Deutsche Olympische Gesellschaft (DOG) will das U16-Team von Hertha BSC für den Mut zum Spielabbruch beim Spiel in Auerbach ehren.

Die Berliner verließen nach rassistischen Beleidigungen beim Stand von 2:0 für ihr Team den Platz. (Symbolbild)
Die Berliner verließen nach rassistischen Beleidigungen beim Stand von 2:0 für ihr Team den Platz. (Symbolbild)

"Es ist wahrlich ungewöhnlich, dass ein Team nach rassistischen Beleidigungen so reagiert", sagte Berlins DOG-Präsident Richard Meng am Montag: "Aber es ist konsequent und deshalb vorbildlich. Denn immer wieder werden auf unseren Fußballplätzen solche Beleidigungen gezielt zur Demütigung von Gegnern eingesetzt."

Die DOG will das Team daher mit einer Fair-Play-Medaille auszeichnen.

Nach Angaben von Hertha sind die Nachwuchskicker von ihren Gegenspielern beim VfB Auerbach am Samstag rassistisch beleidigt worden und haben die Partie deshalb abgebrochen.

Das Team habe den Schiedsrichter darauf hingewiesen und sich entschieden, das Spielfeld beim Stand von 2:0 zu verlassen, teilten die Berliner mit. Der Club verurteile "Rassismus und Diskriminierung in jeglicher Form".

Auerbach bedauerte die Vorfälle, verwehrte sich in einer eigenen Stellungnahme aber entschieden gegen den erhobenen Rassismus-Vorwurf (TAG24 berichtete). Der Nordostdeutsche Fußballverband prüft derzeit die Einleitung eines Verfahrens zur Untersuchung der Vorfälle.

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