Vorgeschmack auf 1. Mai: Linke Gruppen ziehen durch Wedding, Provokation gegen Kurden

Berlin - In Berlin-Wedding haben am Vorabend des 1. Mai linke Gruppen gegen steigende Mieten und Verdrängung protestiert.

Während linke Aktivisten ein Banner mit der Aufschrift "Stadt für alle" an einer Hauswand ausrollen, zeigt ein kurdischer Demonstrations-Teilnehmer ein Handzeichen.
Während linke Aktivisten ein Banner mit der Aufschrift "Stadt für alle" an einer Hauswand ausrollen, zeigt ein kurdischer Demonstrations-Teilnehmer ein Handzeichen.  © DPA

Der Zug linker Gruppen mit rund 2000 Teilnehmern wurde am Montagabend von der Polizei begleitet. Sprechchöre gegen den Staat und Kapitalismus waren zu hören.

Gezeigt wurden auch Fahnen von Nachfolgeorganisationen der verbotenen Kurdischen Arbeiterpartei. Sie seien nicht verboten, sagte ein Polizeisprecher.

Am Rande des Protestzugs unter dem Motto "Antikapitalistische Demonstration: Widerständig und solidarisch im Alltag - Organize" kam es zu Provokationen. Gezeigt wurden Symbole gegen Kurden.

Bei der Demonstration gab es in den vergangenen Jahren zwar eine teils aggressive Stimmung. Die Polizei konnte Krawalle aber zu einem großen Teil verhindern.

Rund 1700 Einsatzkräfte waren am Montagabend in der Hauptstadt im Einsatz. Darunter waren auch Beamte aus Nordrhein-Westfalen sowie Kräfte der Bundespolizei. Sie sollten einen friedlichen Verlauf der zahlreichen Mai-Feiern sichern.

Bei freundlichem, sonnigen Wetter wollten Tausende im Freien in den Mai-Feiertag hinein feiern. Allein im Mauerpark in Prenzlauer Berg wurden am Abend Tausende Besucher erwartet.

Titelfoto: DPA


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