Vorsicht, Umleitung! Der Mega-Bau in Malter beginnt

Die Talsperre Malter wurde 1913 erbaut. Seitdem hielt sie den Wassermassen zuverlässig stand.
Die Talsperre Malter wurde 1913 erbaut. Seitdem hielt sie den Wassermassen zuverlässig stand.

Von Hauke Heuer

Malter - Nach über 100 Jahren wird die 1913 erbaute Talsperre Malter seit gestern erstmals von Grund auf saniert und bis November gesperrt.

Autofahrer müssen über Dippoldiswalde, das am anderen Ende des Stausees liegt, ausweichen - ein riesiger Umweg von acht Kilometern.

„Die Anlage wurde durch die hohen Fließgeschwindigkeiten während der Hochwasser in Mitleidenschaft gezogen. Doch auch ohne die Flutkatastrophen wäre eine Sanierung zwingend notwendig“, erklärt Katrin Schöne von der Landestalsperrenverwaltung.

Denn nicht nur die Wassermassen setzten der Talsperre zu, sondern auch der Winterdienst. Das Verteilen von Streusalz zollt nach Jahrzehnten seinen Tribut. Insbesondere im Bereich der Brücke, die über die Hochwasserentlastungsanlage führt, frisst sich das Salz in das Gneis-Gestein und schädigt das Bauwerk.

Im April vergangenen Jahres gab es dafür die Quittung von der Bauaufsicht: Die Talsperre wurde für Fahrzeuge über 7,5 Tonnen Gesamtgewicht gesperrt.

Neben der Sanierung der Brücke und der gesamten Mauerkrone sollen bis 2019 unter anderem ein neuer Talsperrenschieber und eine erweiterte Hochwasserentlastungsanlage folgen. Insgesamt sind für die Sanierung der Talsperre 22 Millionen Euro veranschlagt.

Doch jetzt braucht die Anlage eine Grundsanierung.
Doch jetzt braucht die Anlage eine Grundsanierung.
Autofahrer müssen in der Zeit acht Kilometer Umweg in Kauf nehmen.
Autofahrer müssen in der Zeit acht Kilometer Umweg in Kauf nehmen.

Fotos: Steffen Füssel


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