Vorwürfe beim NDR: Bericht zu externer Überprüfung wird vorgestellt

Hamburg/Kiel - Zur externen Überprüfung von Vorwürfen gegen damalige NDR-Führungskräfte in Kiel werden am nächsten Dienstag (6. Dezember) Ergebnisse vorgestellt.

Der Norddeutsche Rundfunk wird mit schweren Vorwürfen konfrontiert. Am Dienstag wird der Bericht zu einer externen Überprüfung vorgestellt. (Symbolfoto)
Der Norddeutsche Rundfunk wird mit schweren Vorwürfen konfrontiert. Am Dienstag wird der Bericht zu einer externen Überprüfung vorgestellt. (Symbolfoto)  © Georg Wendt/dpa

Das kündigte die Vorsitzende des Landesrundfunkrats Schleswig-Holstein beim Norddeutschen Rundfunk, Laura Pooth (44), am Freitag in der Rundfunkratssitzung in Hamburg an.

Das beauftragte Beratungsunternehmen lege dem Rat einen Sachstandsbericht vor. Danach werde das Kontrollgremium das Ganze einordnen, bewerten und entscheiden, ob es mögliche Regelverstöße bei dem öffentlich-rechtlichen ARD-Sender gegeben habe und wie man in dem Aufklärungsprozess weiter verfahre.

Der Rat hatte im September die externe Überprüfung auf den Weg gebracht. Ausgangspunkt waren Medienberichte gewesen, die Vorwürfe aufgebracht hatten.

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Pooth hatte damals zur Überprüfung mitgeteilt: "Es muss geklärt werden, ob die landespolitische Berichterstattung des Landesfunkhauses in Kiel ausgewogen war und ist und ob die bestehenden redaktionellen Regeln und Abläufe ausreichend sind, um eine unangemessene Einflussnahme auf die landespolitische Berichterstattung zu verhindern."

Eine interne Aufarbeitung beim NDR sah den Vorwurf gegen Führungskräfte in Kiel im Zusammenhang mit einer möglichen Einflussnahme auf die politische Berichterstattung nicht bestätigt.

"Belege für einen 'politischen Filter' konnten wir im Landesfunkhaus Schleswig-Holstein nicht finden", hieß es in dem Bericht. Es wurde aber zugleich ein schlechtes Betriebsklima attestiert.

Titelfoto: Georg Wendt/dpa

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