Vorwurf Tierquälerei: Peta zeigt Betrieb und Veterinäramt an

Ein kleines Ferkel liegt auf dem verdreckten Boden und windet sich vor Schmerzen.
Ein kleines Ferkel liegt auf dem verdreckten Boden und windet sich vor Schmerzen.

Beeskow - Kein Sonnenlicht, mit Kot und Urin bedeckter Boden und sterbende Tiere so weit das Auge reicht. Die Tierschutzorganisation Peta erhebt gegen einen Schweinezuchtbetrieb in Ostbrandenburg schwere Vorwürfe der Tierquälerei.

Nachdem sie bereits vor Monaten die Firma angezeigt hatte, folgte nun eine zweite Anzeige gegen das Veterinäramt des Landkreises Oder-Spree, wie die Organisation mitteilte. Der Behörde wird vorgeworfen, untätig gewesen zu sein, was die Zustände in dem Betrieb bei Beeskow angeht. Es sind die hässlichen Seiten der Massentierhaltung.

Die Staatsanwaltschaft Frankfurt (Oder) bestätigte am Freitag, dass beide Anzeigen vorliegen. Aus ermittlungstaktischen Gründen wurden aber keine weiteren Angaben gemacht. Die Geschäftsführung des Schweinezuchtbetriebes war am Freitag für eine Stellungnahme zu den Vorwürfen telefonisch nicht zu erreichen.

Peta veröffentlichte daraufhin im Internet Aufnahmen, die vom inneren der Anlage gemacht worden sein sollen. Sie zeigen das gesamte Ausmaß der Missstände: todkranke Ferkel, sterbende Muttertiere und katastrophale Lebensbedingungen.


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