Doku zeigt Hankas Kampf gegen sich selbst

Mücheln (Geiseltal)/Prien - Sie leidet, sie kämpft, sie putzt: Hanka Rackwitz (48) bekämpfte ihre Zwänge in einer Klinik. Eine Dokumentation zeigt, wie steinig dieser Weg war.

In der Therapie musste sich Hank Rackwitz Schritt für Schritt ihren schlimmsten Ängsten stellen.
In der Therapie musste sich Hank Rackwitz Schritt für Schritt ihren schlimmsten Ängsten stellen.  © MG RTL D/Spiegel TV

Ein Filmteam begleitete die 48-Jährige bei ihrer zehnwöchigen Konfrontationstherapie. Schnell wird klar: Die Ex-Dschungelcamp-Teilnehmerin legt keine oscarreife Vorstellung ab. Sie hat ein echtes Problem.

Ihr Alltag wird von festen Ritualen bestimmt, die sie vier bis acht Stunden pro Tag kosten - und das seit 28 Jahren.

Aus Angst vor "tödlichen Keimen" muss Hanka Rackwitz sich dutzende Male die Hände mit aggressivem Desinfektionsmittel waschen. In ihrem Koffer für den Klinikaufenthalt befindet sich eine ganze "Armee" von Reinigungs- und Scheuermitteln.

Während andere Menschen nach Ankunft ihre Koffer auspacken, wartet auf die TV-Maklerin erst einmal jede Menge Arbeit. Um ihre Sachen in den Schrank ihres Klinikzimmers räumen zu können, muss Hanka Rackwitz diesen erst einmal schrubben. Ihre Unterwäsche lagert sie in einer "Hygienezone" im Bad. Dafür hat sie ihren großen Koffer in die eigentlich viel zu kleine Nasszelle gestellt.

Welche Fortschritte Hank Rackwitz im Laufe ihrer Therapie macht und wie sie sich dabei fühlt, zeigt die Dokumentation "Gefangen im Zwang" am Samstag auf VOX (20.15 Uhr).

Titelfoto: MG RTL D/Spiegel TV