Höhle der Löwen: Dieses Produkt bricht alle Rekorde

TV - Der Traum der "Die Höhle der Löwen"-Gründer geht in Erfüllung: Ihre Erfindung geht durch die Decke! Und sorgt ganz nebenbei für Rekorde und Chaos bei einem Shopping-Sender.

Vinh-Nghi Tiet (34) und Wolfgang Kleiner (56) präsentierten ihren Inhalator
Vinh-Nghi Tiet (34) und Wolfgang Kleiner (56) präsentierten ihren Inhalator  © MG RTL D Bernd Maurer

Über diesen "Nasenring" staunten Millionen Zuschauer am Dienstagabend in der VOX-Sendung "Höhle der Löwen". Auch die Investoren gingen auf Tuchfühlung, steckten sich die Innovation in die Nase.

Der Sinn des Produktes mit dem Namen "Aspira Clip": Er versprüht direkt in der Nase ätherische Öle, die vor Erkältungskrankheiten schützen und den Organismus entspannen sollen.

Immer nach Ausstrahlung der aktuellen Folge der Höhle der Löwen geht der Shopping-Sender QVC mit der Ankündigung der Produkte aus der Show auf Sendung. Eigentlich Routine, aber Dienstagabend sorgte dieser eine Nasenring für das absolute Chaos.

Der Inhalator des Berliner Start-Ups brachte den größten Kundenansturm aller Zeiten. Schon nach 90 Minuten war er ausverkauft. Etwas mehr als 100.000 Stück gingen weg. Das übertraf die Erwartungen aller erheblich.

Auch die Telefonleitungen brachen zusammen. Kunden kamen nicht durch, steckten ewig in Warteschlangen. Es ging soweit, dass die TV-Sendung kurzerhand umgeplant werden musste, das Produkt sozusagen auf "aufgeschoben" wurde.

QVC-Einkaufschefin Jeanette Lenski: „So einen großen Kundenansturm auf ein Produkt hatten wir noch nie. Das hat die kühnsten Erwartungen um ein Vielfaches übertroffen. Das ist ein historischer Meilenstein, unser Team hatte ausnahmslos Gänsehaut“, sagt sie zu BILD.

In der Show Die Höhle der Löwen schnappten sich Ralf Dümmel (51) und Carsten Maschmeyer (59) den Deal. Sie gaben den Gründern Vinh-Nghi Tiet (34) und Wolfgang Kleiner (56) satte 600 000 Euro für 25 Prozent der Firmenanteile.

Anfangs staunten alle über den schrägen "Nasenring"

Judith Williams (46) benötigt auch mal einen guten Riecher
Judith Williams (46) benötigt auch mal einen guten Riecher  © MG RTL D / Bernd-Michael Maurer

Dienstag, 7. November: Was ist denn das da in der Nase von Judith Williams (46) in der Sendung, die Dienstagabend (20.15 Uhr) bei VOX ausgestrahlt wird?

Es ist die zehnte Folge des erfolgreichen TV-Formates "Höhle der Löwen". Immer dienstags beschert sie dem Sender VOX beste Quoten. Die fünfte Staffel ist die erfolgreichste aller Zeiten. Um die 3 Millionen Zuschauer und somit 11 Prozent Marktanteil bereiten den Machern der Show Freude.

Und auch die Löwen geben vollen Einsatz für ihr Publikum. Eine Sympathieträgerin der gesamten Show ist Unternehmerin Judith Williams. Die frühere Opernsängerin beweist immer ein besonders gutes Gespür für Start-Ups und achtet dabei vor allem auf die Menschen hinter den Produkten. "Bei Gründern schaue ich besonders auf die Persönlichkeit", verrät die "Löwin" Judith Williams.

Trotzdem verliert sie auch nicht den Blick auf das Unternehmen selbst. Und so geht sie auch mit dem einen oder anderen Produkt auf Tuchfühlung.

In einem konkreten Fall benötigt Judith einen guten Riecher. Dafür steckt sie sich die Innovation auch mal in die Nase. So geschehen mit dem "Aspira Clip". Dieses Teil ist ein Mini-Inhalator, der zwar sehr klein ist, aber trotzdem große Wirkung entfalten soll. Das versprechen jedenfalls die Unternehmer, die dieses Ding erfunden haben.

Das Silikon-Teil gibt ätherische Öle ab, die Erkältungs-Krankheiten vorbeugen sollen und zusätzlich auch noch entspannend auf den Körper wirken. Die Unternehmer Vinh-Nghi Tiet (34) und Wolfgang Kleiner (56) aus Berlin wollen für diese Erfindung die Löwen locken, ihre Geldtaschen zu öffnen.

1,3 Millionen Euro haben die zwei angeblich in die Entwicklung des Produkts gesteckt. Auch ein Patent liegt bereits vor. Die Löwen sollen nun 600.000 Euro locker machen, bekommen dafür 10 Prozent Anteile der Firma.

Mehrere Deals platzen nach der Show

Das Start-Up Waterdrop bekam von Dümmel den Zuschlag.
Das Start-Up Waterdrop bekam von Dümmel den Zuschlag.  © MG RTL D / Bernd-Michael Maurer

Während einige Start-Ups noch um Löwen kämpfen, verlieren andere bereits ihre Investoren wieder. So platze zum Beispiel der Deal mit der "Waterdrop". Investor Ralf Dümmel (51) hat die Notbremse gezogen und ist raus.

Und das, obwohl er das Produkt so "sensationell" beschrieb. Es ging um kleine Brausetabletten, die man in Wasser auflösen konnte. Sie bestanden aus echten Früchten.

"Der Deal mit Ralf Dümmel ist noch nicht unterschrieben, weil wir uns im Nachgang dazu entschieden haben, doch nicht flächendeckend in den Handel zu gehen", erklärte einer der Gründer. Waterdrop sei noch zu sehr "erklärungsbedürftig". "Wir wollen nicht riskieren, dass das Produkt flächendeckend im Regal steht. Und dann machen wir irgendeinen Fehler und es steht irgendwo falsch. Möglicherweise funktioniert es dann nicht. Das wäre eine Katastrophe", so der Gründer.

Maschmayer platzte sogar mal der Kragen

Carsten Maschmayer (59)
Carsten Maschmayer (59)  © MG RTL D

"Das war absolute scheiße, was ihr da gemacht habt", schimpfte Carsten Maschmayer seine Investor-Kollegen Frank Thelen und Ralf Dümmel an.

Doch was war da los? Den Streit provozierte eine Hundeleine. Die Kölner Unternehmer Jérôme Glozbach de Cabarrus und Tim Ley präsentierten "Goleygo".

Eine neuartige Hundeleine die, die Löwen scheinbar vom Hocker gehauen hat. Alle zeigten sich begeistert von der Kombination aus Kugelstift und Magnet, die das An- und Ableinen mit nur einer Hand ermöglicht.

Um das TÜV-zertifizierte System erfolgreich auf den Markt zu positionieren, braucht das Kölner Start-up eine Finanzspritze von 500.000 Euro.

Frank Thelen und Ralf Dümmel wollen gemeinsam in "Goleygo" investieren und machen den Gründern ein Angebot.

Doch auch Carsten Maschmeyer, Dagmar Wöhrl und Georg Kofler wollen ein Gegenangebot aushandeln. Während das Trio noch über die Höhe ihres Investments diskutiert, haben Frank Thelen und Ralf Dümmel aber schon einen Deal gemacht. Ganz schön hinterhältig!

Kein Wunder also, dass Carsten Maschmayer fassungslos war: "Ich bin echt sauer, das macht man nicht". Nach der Sendung schrieb der Löwe noch bei Twitter, dass er sich mit den beiden direkt nach dem Pitch ausgesprochen hat – Ende gut, alles gut.

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