Bis zu 5000 Plätze: Berliner Regionalligist plant neues Fußballstadion!

Berlin - Während die VSG Altglienicke mitten im harten Abstiegskampf der Regionalliga Nordost feststeckt, beginnen die Verantwortlichen mit der Planung einer neuen Spielstätte.

Ex-Unioner Christopher Quiring könnte bald in einem neuen Stadion Ecken treten.
Ex-Unioner Christopher Quiring könnte bald in einem neuen Stadion Ecken treten.  © imago images / Matthias Koch

Als am 29. Spieltag Union Fürstenwalde im Friedrich-Ludwig-Jahn Sportpark zum Abstiegskracher gastierte, wollten nur 107 Zuschauer das Spiel der dort beheimateten VSG Altglienicke sehen.

Ein mickriges Bild, blieben doch rund 19.500 Plätze an diesem Tag frei. Damit soll nun Schluss sein!

Die VSG Altglienicke trägt seit dem Oberliga-Aufstieg 2017 ihre Heimspiele in dem regionalligatauglichen Stadion im Bezirk Pankow aus.

Seit Jahren will die VSG in eine Sportanlage ziehen, die ansatzweise den angemessenen Zuschauer-Rahmen bietet, den der Verein auch bieten kann.

Nun muss die VSG trotz einiger bekannter Ex-Profi-Kicker (Brunnemann, Quiring, Ede) auch wie viele Berliner Clubs dem restlichen Sport-Programm der Hauptstadt im Zwei-Wochen-Turnus Tribut zollen.

Zugegebenermaßen rutschte der Verein auch über die Jahre nicht durch große Fan-Scharen in den Blickpunkt, eher durch auffallend gute sportliche Leistungen, gelang doch erst kürzlich der Durchmarsch von der Berlin-Liga in die Viertklassigkeit.

Um dem Regionalligisten nun auch die passende Infrastruktur zu geben, suchen die Verantwortlichen schon länger nach einer geeigneten Sportanlage.

Fündig wurde der Club nun in Berlin-Baumschulenweg. Die dort ansässige Willi-Sänger-Sportanlage passt perfekt ins Beuteschema, weshalb die VSG nun an die Köpenicker Landstraße ziehen will. Doch mit dem Umzug ist noch lange nicht Schluss, denn wie VSG-Sportchef Daniel Böhm verrät, will der Verein in die Modernisierung und in den Ausbau investieren.

Union-Legende Torsten Mattuschka spielte in der letzten Saison noch für die VSG Altglienicke. (Bildmontage)
Union-Legende Torsten Mattuschka spielte in der letzten Saison noch für die VSG Altglienicke. (Bildmontage)  © DPA

Gegenüber der B.Z. sagt er: "Bezirk und NOFV haben das abgenickt. Der Senat will es jetzt auch auf die Agenda nehmen."

Genaue Vorstellungen hat Böhm auch schon. "Wir würden über Sponsoren eine sechsstellige Summe beisteuern."

Im ersten Bauabschnitt sollen auf den Längsseiten des Naturrasens Tribünen und Zaunanlagen entstehen.

Die bestehenden Steinränge am Funktionsgebäude der Anlage werde neu ausgestattet, sodass bis zu 500 Sitzplätze entstehen können.

Auch für die Auswärts-Fans soll es neue Ideen geben. "Für die gegenüberliegende Gästeseite soll es von der Straße aus einen zweiten Eingang geben. Dort werden die neu zu bauenden Tribünen-Stehplätze umzäunt", wie Böhm in der Berliner Woche verrät.

In der neuen sportlichen Heimat sollen dann 3000-5000 Zuschauer Platz finden.

Durch den neuen Standort erhofft sich der Verein weiteren Zulauf von potenziellen Fans. Besonders im Osten Berlins finden sich einige VSG-Anhänger, denn mit den Ex-Unionern Christopher Quiring und Chinedu Ede spielen derzeit gleich zwei ehemalige Profis im Team, sodass sich immer mal wieder einige Zuschauer aus dem eisernen Lager zu Altglienicke bewegen.

Auch an der Seitenlinie bietet der Verein reichlich Promi-Potential. Union-Legende Torsten Mattuschka arbeitet in dieser Saison als Co-Trainer, ehe er zuvor auch die Schuhe für die VSG schnürte.

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