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Dieselgate: 2,8 Millionen Fahrzeuge bei uns manipuliert

Berlin - Von den Manipulationen bei Abgasmessungen an Dieselwagen bei Volkswagen sind 2,8 Millionen Fahrzeuge in Deutschland betroffen. Das sagte Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) am Freitag im Deutschen Bundestag.
Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CDU) erklärte am Freitag in Berlin, dass 2,8 Millionen Fahrzeuge in Deutschland vom "Dieselgate" betroffen sind.
Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CDU) erklärte am Freitag in Berlin, dass 2,8 Millionen Fahrzeuge in Deutschland vom "Dieselgate" betroffen sind.

Von den Manipulationen bei Abgasmessungen an Dieselwagen bei Volkswagen sind 2,8 Millionen Fahrzeuge in Deutschland betroffen.

Das sagte Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) am Freitag im Deutschen Bundestag. Nach aktueller Kenntnis seien dies Fahrzeuge der 1,6- und 2-Liter-Diesel-Klasse.

Es stehe aber auch zur Diskussion, dass zusätzlich 1,2-Liter-Fahrzeuge betroffen seien. "Zumindest aktuell gehen wir davon aus, dass sich auch hier mögliche Manipulationen zeigen können", sagte Dobrindt. Weiteres werde gerade in den Gesprächen mit VW ermittelt.

Der Minister sagte weiter, das Kraftfahrt-Bundesamt fordere VW auf, "verbindlich zu erklären, ob sich das Unternehmen in der Lage sieht, die eingestandenen technischen Manipulationen zu beheben". "

Wir erwarten einen verbindlichen Zeitplan, bis wann die technische Lösung vorliegt und bis wann sie umgesetzt werden kann." Dabei müssten die Verbraucher-Interessen vollumfänglich berücksichtigt werden.

Volkswagen hatte bereits Manipulationen an rund elf Millionen Fahrzeugen weltweit eingeräumt. Seit Donnerstag war bekannt, dass im Einzelnen auch der europäische Markt betroffen ist.

Vergangene Woche war bekannt geworden, dass VW mittels einer Software die Abgaswerte bei Dieselfahrzeugen manipuliert hat.

Herausgekommen ist der Skandal in den USA, wo die US-Umweltbehörde EPA VW beschuldigt, auf diese Weite Resultate von Abgasuntersuchungen geschönt zu haben.

Aufgrund des Skandals und seinen möglichen Folgen, muss Volkswagen 6,5 Milliarden Euro beiseite legen. Hinzu kommen mögliche Milliarden-Strafen.

Im Zuge des Skandals ist bereits Vorstands-Chef Martin Winterkorn zurückgetreten, der in Limbach-Oberfrohna geborene Matthias Müller (62) soll sein nachfolger werden.

Die Krise trifft auch Sachsen mit voller Wucht, denn in Zwickau und Chemnitz drohen heftige Sparmaßnahmen im Haushalt.

Fotos: dpa; imago

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