Dieselskandal: VW und Sammelkläger einigen sich wohl auf hohe Millionen-Summe!

Wolfsburg - Der Dieselskandal rund um den Volkswagen-Konzern zieht weiter seine Kreise. Nun hat man sich mit Sammelklägern in Australien wohl grundsätzlich auf einen Vergleich geeinigt.

Seit September 2015 läuft der "Dieselgate". Damals wurde öffentlich, dass VW eine illegale Abschalteinrichtung in der Motorsteuerung ihrer Diesel-Fahrzeuge verwendet hat.
Seit September 2015 läuft der "Dieselgate". Damals wurde öffentlich, dass VW eine illegale Abschalteinrichtung in der Motorsteuerung ihrer Diesel-Fahrzeuge verwendet hat.  © Sina Schuldt/dpa

Die 100.000 vom Dieselskandal betroffenen australischen Kunden könnten im Schnitt bei Teilnahme aller Fahrzeuge mit einer Zahlung von umgerechnet etwa 870 Euro rechnen, was 1400 australischen Dollar entspricht. Das teilte Volkswagen am Montag in Wolfsburg mit.

Insgesamt beläuft sich das Volumen damit für die Kundenklagen auf rund 87 Millionen Euro!

Der Vergleich muss noch von einem Gericht bestätigt werden, jedoch rechnet Volkswagen damit, dass die fünf betroffenen Verfahren bis Frühjahr 2020 abgeschlossen werden.

Mit einem solchen Vergleich würde man beim Konzern etwaigen weiteren Rechtsstreits aus dem Weg gehen können.

Die Zivilklage der australischen Wettbewerbs- und Verbraucherbehörde Australian Competition and Consumer Commission (ACCC) gegen Volkswagen steht den Angaben des Unternehmens zufolge ebenfalls kurz vor dem Abschluss - eine Einigung zwischen den Parteien werde in Kürze erwartet.

Details seien bis zur Gerichtsverhandlung vertraulich. Dieses Verfahren dürfte bereits bis Ende des Jahres abgeschlossen werden.

Umgerechnet 87 Millionen Euro wird Volkswagen wohl aller Voraussicht nach an die australischen Sammelkläger zahlen.
Umgerechnet 87 Millionen Euro wird Volkswagen wohl aller Voraussicht nach an die australischen Sammelkläger zahlen.  © Julian Stratenschulte/dpa

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