Wie eine Sucht! Arbeitslose (21) legt immer wieder Feuer

Die Wachauerin Marie-Luise L. (21) gestand die Taten gestern weitgehend ein.
Die Wachauerin Marie-Luise L. (21) gestand die Taten gestern weitgehend ein.  © xcitepress/Christian Essler

Bautzen - Es war wie eine Sucht! Immer und immer wieder legte Marie-Luise L. (21) Feuer. Bis sie am 18. Juli 2017 schließlich verhaftet wurde. Am Mittwoch startete der Prozess gegen die nicht nur in Sachsen aktive Brandstifterin.

Es war wohl der Auszug von Zuhause in ein Cottbusser Wohnheim, den die junge Wachauerin nicht richtig verkraftet hatte.

Als am 28. Juni 2016 ihre Mutter anrief, ihr mitteilte, dass sie sich Sorgen mache, zog Marie-Luise los, zündete einen Altpapiercontainer an. Um Aufmerksamkeit zu erregen. Doch bei diesem einen Feuer blieb es nicht: 22 weitere Brandstiftungen legt die Staatsanwaltschaft ihr zur Last.

Dazu kommen Diebstahl und Körperverletzung. „Ich würde es nie wieder tun, bin froh, dass ich keine Menschen durch die Brände geschädigt habe“, sagt Marie-Luise. „Es tut mit leid irgendwie.“

Ihre Aufsehen erregenden Brände: ein missglückter Anschlag mit einem brennenden Besenstiel auf den Fundus des Cottbusser Theaters sowie auf die Gartenanlage

Am Friedensanger in Wachau bei Radeberg. Hauptsächlich waren ihre "Opfer" Müllcontainer. Aber auch an einem kleineren Waldbrand soll die Arbeitslose schuld sein. Urteil folgt.


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