Ursula von der Leyen wird EU-Präsidentin! Top
Überraschung! Annegret Kramp-Karrenbauer wird neue Verteidigungsministerin Top
Mbappé-Show in Dresden! Dynamo bei 1:6 gegen PSG chancenlos 5.555
Hohe Ablösesumme! FC Bayern wohl mit U21-Europameister Marc Roca einig 1.507
Wahnsinn! Cabrios für nur 111 Euro im Monat! 10.858 Anzeige
5.945

Koma-Patient stirbt nach Behandlungsstopp: Eltern werfen Mediziner Mord vor!

Wachkoma-Patient Vincent Lambert ist tot

Frankreichs wohl bekanntester Wachkoma-Patient ist tot.

Paris - Frankreichs wohl bekanntester Wachkoma-Patient ist nach fast elf Jahren im Krankenhaus gestorben. Zuvor hatte es ein dramatisches juristisches Tauziehen um den Behandlungsstopp gegeben.

Nach dem Behandlungsstopp vor mehr als einer Woche starb Vincent Lambert am Donnerstagmorgen.
Nach dem Behandlungsstopp vor mehr als einer Woche starb Vincent Lambert am Donnerstagmorgen.

Der 42-jährige Vincent Lambert starb am Donnerstagmorgen im Klinikum Reims - neun Tage nach der Einstellung der künstlichen Ernährung. Der tragische Fall hat nicht nur Lamberts Familie zerrissen, sondern auch Frankreich gespalten.

Ein heftiger Streit um das Thema Sterbehilfe war entbrannt. Die Anwälte der Eltern bezeichnen des Tod ihres Sohnes als "Verbrechen des Staates".

Lambert war im Jahr 2008 bei einem Verkehrsunfall verunglückt und hatte sich schwer am Kopf verletzt. Er befand sich seitdem in einer Art Wachkoma. Die katholischen Eltern wollten den Tod ihres Sohnes mit aller Macht verhindern und klagten sich durch alle Instanzen.

Sie scheiterten in Frankreich immer wieder - auch vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte. Lamberts Ehefrau setzte sich dafür ein, dass ihr Mann sterben konnte. Das würde seinem Wunsch entsprechen, argumentierte sie.

Allerdings hatte Lambert keine Patientenverfügung, was den Fall umso komplizierter machte.

Zuletzt hatte Frankreichs oberstes Gericht nach dem zermürbenden Rechtsstreit den Weg für einen erneuten Stopp der Behandlung von Lambert freigemacht. Die Behandlung war schließlich am vergangenen Dienstag eingestellt worden. Die künstliche Ernährung war bereits im Mai für einige Stunden gestoppt worden. Ein französisches Berufungsgericht hatte damals die Wiederaufnahme angeordnet.

Rachel Lambert, Ehefrau des Wachkomapatienten Vincent Lambert, weint während sie vor dem Sebastopol-Krankenhaus mit Journalisten spricht.
Rachel Lambert, Ehefrau des Wachkomapatienten Vincent Lambert, weint während sie vor dem Sebastopol-Krankenhaus mit Journalisten spricht.

Am Montag hatten Lamberts Eltern schließlich angekündigt, nicht weiter juristisch gegen den Behandlungsstopp vorzugehen.

Doch ob der Streit nun vorbei ist und sich die Familie vielleicht sogar versöhnen wird, ist offen. Die Eltern haben bereits eine Klage gegen den Arzt Lamberts eingereicht. Sie werfen dem Mediziner vor, ihren Sohn ermordet zu haben. In einer Mitteilung ihrer Anwälte ist von einem "Verbrechen des Staates" die Rede.

Auf die Würde eines behinderten Menschen sei keine Rücksicht genommen worden. Der Tod ihres Sohnes und die Einstellung der Behandlung seien ein "schändlicher Fehler".

Die zuständige Staatsanwaltschaft machte hingegen deutlich, keine Untersuchung wegen Mordes gegen den behandelnden Arzt einzuleiten. Stattdessen leite der Staatsanwalt von Reims, Matthieu Bourrette, eine Untersuchung zur Klärung der Todesursache ein und ordnete eine Obduktion an.

Für Vincent Lambert endete die tragische Geschichte am Donnerstagmorgen im Krankenhaus. Er sei um 8.24 Uhr gestorben, sagte sein Neffe François Lambert französischen Medien. Er sei erleichtert nach all den Jahren des Leidens. "Es ist nicht traurig, es bringt die Dinge wieder in Ordnung", sagte er über den Tod seines Onkels. Es wäre schön, wenn die Affäre Lambert nun ende und der Rest privat bleibe.

Am Mittwochabend hatten sich noch rund 300 Menschen vor der Kirche Saint-Sulpice in Paris versammelt, um gemeinsam für Lambert zu beten. Sie prangerten die Einstellung der Versorgung an. In den Fall hatten sich immer wieder Vertreter aus Politik und Kirche auf höchster Ebene eingeschaltet. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hatte bereits im Mai erklärt, die Entscheidung der Gerichte zu akzeptieren und dem Urteil der Ärzte zu vertrauen.

Viviane Lambert (M) und Pierre Lambert (l), Eltern des Wachkomapatienten Vincent Lambert, kommen im Sebastopol-Krankenhaus an.
Viviane Lambert (M) und Pierre Lambert (l), Eltern des Wachkomapatienten Vincent Lambert, kommen im Sebastopol-Krankenhaus an.

Aus der katholischen Kirche kamen andere Töne. "Wir waren traurig, die Nachricht von Vincent Lamberts Tod zu hören", erklärte nun Papst-Sprecher Alessandro Gisotti.

Gott sei der einzige Herr des Lebens vom Anfang bis zu seinem natürlichen Ende. "Und wir haben die Pflicht, es immer zu schützen und der Kultur der Verschwendung nicht nachzugeben", so der Papst-Sprecher weiter. Die Päpstlichen Akademie für das Leben erklärte, dass Lamberts Tod und seine Geschichte eine Niederlage für die Menschheit seien.

Lamberts Hirn war bei dem Unfall schwerst geschädigt worden. Als Folge dessen befand er sich in einem vegetativen Zustand, einer Art Wachkoma. Das heißt in der Regel, dass Patienten zwar die Augen offen haben und wach erscheinen, aber keinen Gegenstand fixieren und auch nicht mit Sprache oder Bewegungen auf äußere Einflüsse reagieren. Das Stammhirn ist aber noch aktiv, Blutdruck, Atmung und viele Reflexe werden weiter geregelt.

In Lamberts Fall kamen Ärzte zu dem Ergebnis, dass dieser Zustand irreversibel - also unumkehrbar - sei. Die Eltern sehen das anders und argumentieren, ihr Sohn sei lediglich schwer behindert gewesen und brauche dauerhafte Pflege.

In Deutschland und Frankreich ist die aktive Sterbehilfe, also einem Menschen ein tödlich wirkendes Mittel zu verabreichen, verboten. Passive Sterbehilfe durch das Abschalten von Apparaten und indirekte Sterbehilfe, bei der starke Medikamente Schmerzen lindern und als Nebenwirkung das Sterben beschleunigen, sind zulässig.

Rund 10.000 Menschen liegen nach Angaben der Deutschen Stiftung Patientenschutz in Deutschland im Wachkoma. "Nur der Betroffene selbst kann diese Behandlung begrenzen. Hier ist der einzig sichere Weg die Patientenverfügung", erklärt der Vorsitzende Eugen Brysch. Andernfalls könne es zu jahrelangen Streitigkeiten kommen, die nicht selten von Gerichten entschieden werden müssten. "Ein automatisches Mitspracherecht von Eltern oder Ehepartnern gibt es nicht."

Fotos: Thibault Camus/AP/dpa

Pädophilie-Verdacht: Jetzt wird auch unter Priestern und Lehrern ermittelt 967
Bewerber immer jünger: Kind (5) steht auf Polizei-Warteliste 2.221
Krimi-Drehstart! "Kein einfacher Mord" für Tonke und Klare 625
Nico Semsrott trollt Ursula von der Leyen im EU-Parlament 1.653
"ALDI anderen": So genial macht sich Lidl über seine Konkurrenz lustig 2.358
Cannabis, Koks, Crystal: Polizei findet jede Menge Drogen auf Feel-Festival 2.102
Waldbrände wüten in Europa: Mehrere Ferienorte vom Feuer bedroht, Urlauber evakuiert 2.056
Sie macht Ernst: Anna verlässt Namibia, Fans stinksauer 26.464
Nach Fitnesstest-Schlappe: Aytekin fehlt auch zum Bundesliga-Auftakt! 1.449
Pure Verzweiflung? So wollen ihre Eltern Maddie McCann jetzt finden 7.830
Anne Wünsche wendet sich mit emotionaler Botschaft an ihre Fans 2.690
Teenager (15) braust mit Auto hunderte Kilometer durch Deutschland: Dann endet seine Fahrt abrupt 1.574
Probleme beim Telefonieren! Deutschlandweit Störungen bei O2 3.499 Update
Achtung, hier ist täuschend echtes "Totengeld" im Umlauf! 5.754
Vodafone startet 5G-Netz, Telekom zieht bald nach 92
Schalke-Sportvorstand über Nübel-Gerüchte: "Einen Wechsel schließe ich aus"! 787
Schwesta Ewa postet sexy Dessous-Foto: Ein Detail sorgt für Aufruhr 3.417
Ebay lässt mit "Was kostet was" auf YouTube "Der Preis ist heiß" auferstehen 289
XXL-Kader bei Union Berlin: Wer muss die Eisernen verlassen? 3.518
Oberbürgermeister von Hockenheim angegriffen und schwer verletzt 3.204
Nach Böhmermanns scherzhaftem Aufruf: Landen jetzt Berlins E-Scooter in der Spree? 3.545
Auf Kreta ermordete Dresdner Forscherin (†59) wurde zweimal überfahren und vergewaltigt 22.292
Tödlicher Unfall: Rollerfahrer kollidiert mit KVB-Bus und Auto 1.051
Frau kauft Becher auf Flohmarkt: Wenig später erkennt sie die Gefahr 10.397
Menschlicher Steinzeit-Schädel auf Baustelle gefunden! Doch eine Sache gibt Rätsel auf 4.929
Knallharter Händler-Fight: Bei "Bares für Rares" fliegen die Fetzen! 3.464
Mann sieht Baby nach Geburt und weiß sofort, dass Schwägerin seinen Bruder betrogen hat 15.126
Weil sie einen Mann auf der Straße abwies! So übel richtete der Angreifer die Frau zu 5.548
Zorc bestätigt Wechsel: Diallo vom BVB zu Paris Saint-Germain! 618
Barbier traut seinen Augen nicht, als dieser Superstar seinen Laden betritt 6.090
Glyphosat-Skandal: Trotz Strafsenkung will Bayer in Berufung 432
Er spielte in "Polizeiruf 110" und "SOKO Kitzbühel": Maximilian Krückl ist tot 6.914
27-Jähriger liegt tot im Wald: Polizei gibt neue Details bekannt 6.966
Anwohner greift Sanitäter im Einsatz an, sein Grund ist unglaublich 2.586
Im ersten Barca-Training: Höchststrafe für Griezmann! 4.853
Termin für Mitgliederversammlung im Dezember: So gehts weiter beim VfB 190
Kein Witz: So kurios fuhr ein Mann mit seinem Smart durch die Gegend 2.416
Drama in Wohngegend: 100 Jahre altes Haus stürzt ein, 40 Menschen eingeschlossen, Tote 2.556
Wird Klinsmann der neue VfB-Präsident? 798 Update
Riesiges Feuer lodert neben Festival: 10.000 Partygäste in Sicherheit gebracht! 3.023
Eintracht bestätigt Wechsel: Haller zu West Ham United! 888
Alle schauten zu: Schwertfisch will an Strand gebären und wird von Touristen zu Tode gesteinigt 27.315
Das ist der Bayern-Plan mit Robert Lewandowski, klare Ansage zu Mario Mandzukic 1.433
Passantin hört grausige Schreie aus Wohnung: Als die Polizei eintrifft, staunt sie nicht schlecht 1.811
Greenpeace-Demo auf Amazon-Dach geht weiter: Das droht den Aktivisten 225
Ex-Bundesliga-Profi beklagt zunehmenden Rassismus 191
Mutter kann nicht fassen, was für ein Bild ihr Sohn (11) da aus der Schule mitbringt 41.178