Koma-Patient stirbt nach Behandlungsstopp: Eltern werfen Mediziner Mord vor! 6.145
Comedian Felix Lobrecht verspottet im Krefelder Zoo getötete Affen auf das Übelste Top
Junge (11) verschwindet in Möbelladen: Seine Spur verliert sich am Hauptbahnhof Top
Schauspieler Christoph Quest ist tot: Er starb zwei Wochen nach seiner Frau Top
Warum sich Mutter und Tochter so freizügig auf Twitter zeigen Neu
6.145

Koma-Patient stirbt nach Behandlungsstopp: Eltern werfen Mediziner Mord vor!

Wachkoma-Patient Vincent Lambert ist tot

Frankreichs wohl bekanntester Wachkoma-Patient ist tot.

Paris - Frankreichs wohl bekanntester Wachkoma-Patient ist nach fast elf Jahren im Krankenhaus gestorben. Zuvor hatte es ein dramatisches juristisches Tauziehen um den Behandlungsstopp gegeben.

Nach dem Behandlungsstopp vor mehr als einer Woche starb Vincent Lambert am Donnerstagmorgen.
Nach dem Behandlungsstopp vor mehr als einer Woche starb Vincent Lambert am Donnerstagmorgen.

Der 42-jährige Vincent Lambert starb am Donnerstagmorgen im Klinikum Reims - neun Tage nach der Einstellung der künstlichen Ernährung. Der tragische Fall hat nicht nur Lamberts Familie zerrissen, sondern auch Frankreich gespalten.

Ein heftiger Streit um das Thema Sterbehilfe war entbrannt. Die Anwälte der Eltern bezeichnen des Tod ihres Sohnes als "Verbrechen des Staates".

Lambert war im Jahr 2008 bei einem Verkehrsunfall verunglückt und hatte sich schwer am Kopf verletzt. Er befand sich seitdem in einer Art Wachkoma. Die katholischen Eltern wollten den Tod ihres Sohnes mit aller Macht verhindern und klagten sich durch alle Instanzen.

Sie scheiterten in Frankreich immer wieder - auch vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte. Lamberts Ehefrau setzte sich dafür ein, dass ihr Mann sterben konnte. Das würde seinem Wunsch entsprechen, argumentierte sie.

Allerdings hatte Lambert keine Patientenverfügung, was den Fall umso komplizierter machte.

Zuletzt hatte Frankreichs oberstes Gericht nach dem zermürbenden Rechtsstreit den Weg für einen erneuten Stopp der Behandlung von Lambert freigemacht. Die Behandlung war schließlich am vergangenen Dienstag eingestellt worden. Die künstliche Ernährung war bereits im Mai für einige Stunden gestoppt worden. Ein französisches Berufungsgericht hatte damals die Wiederaufnahme angeordnet.

Rachel Lambert, Ehefrau des Wachkomapatienten Vincent Lambert, weint während sie vor dem Sebastopol-Krankenhaus mit Journalisten spricht.
Rachel Lambert, Ehefrau des Wachkomapatienten Vincent Lambert, weint während sie vor dem Sebastopol-Krankenhaus mit Journalisten spricht.

Am Montag hatten Lamberts Eltern schließlich angekündigt, nicht weiter juristisch gegen den Behandlungsstopp vorzugehen.

Doch ob der Streit nun vorbei ist und sich die Familie vielleicht sogar versöhnen wird, ist offen. Die Eltern haben bereits eine Klage gegen den Arzt Lamberts eingereicht. Sie werfen dem Mediziner vor, ihren Sohn ermordet zu haben. In einer Mitteilung ihrer Anwälte ist von einem "Verbrechen des Staates" die Rede.

Auf die Würde eines behinderten Menschen sei keine Rücksicht genommen worden. Der Tod ihres Sohnes und die Einstellung der Behandlung seien ein "schändlicher Fehler".

Die zuständige Staatsanwaltschaft machte hingegen deutlich, keine Untersuchung wegen Mordes gegen den behandelnden Arzt einzuleiten. Stattdessen leite der Staatsanwalt von Reims, Matthieu Bourrette, eine Untersuchung zur Klärung der Todesursache ein und ordnete eine Obduktion an.

Für Vincent Lambert endete die tragische Geschichte am Donnerstagmorgen im Krankenhaus. Er sei um 8.24 Uhr gestorben, sagte sein Neffe François Lambert französischen Medien. Er sei erleichtert nach all den Jahren des Leidens. "Es ist nicht traurig, es bringt die Dinge wieder in Ordnung", sagte er über den Tod seines Onkels. Es wäre schön, wenn die Affäre Lambert nun ende und der Rest privat bleibe.

Am Mittwochabend hatten sich noch rund 300 Menschen vor der Kirche Saint-Sulpice in Paris versammelt, um gemeinsam für Lambert zu beten. Sie prangerten die Einstellung der Versorgung an. In den Fall hatten sich immer wieder Vertreter aus Politik und Kirche auf höchster Ebene eingeschaltet. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hatte bereits im Mai erklärt, die Entscheidung der Gerichte zu akzeptieren und dem Urteil der Ärzte zu vertrauen.

Viviane Lambert (M) und Pierre Lambert (l), Eltern des Wachkomapatienten Vincent Lambert, kommen im Sebastopol-Krankenhaus an.
Viviane Lambert (M) und Pierre Lambert (l), Eltern des Wachkomapatienten Vincent Lambert, kommen im Sebastopol-Krankenhaus an.

Aus der katholischen Kirche kamen andere Töne. "Wir waren traurig, die Nachricht von Vincent Lamberts Tod zu hören", erklärte nun Papst-Sprecher Alessandro Gisotti.

Gott sei der einzige Herr des Lebens vom Anfang bis zu seinem natürlichen Ende. "Und wir haben die Pflicht, es immer zu schützen und der Kultur der Verschwendung nicht nachzugeben", so der Papst-Sprecher weiter. Die Päpstlichen Akademie für das Leben erklärte, dass Lamberts Tod und seine Geschichte eine Niederlage für die Menschheit seien.

Lamberts Hirn war bei dem Unfall schwerst geschädigt worden. Als Folge dessen befand er sich in einem vegetativen Zustand, einer Art Wachkoma. Das heißt in der Regel, dass Patienten zwar die Augen offen haben und wach erscheinen, aber keinen Gegenstand fixieren und auch nicht mit Sprache oder Bewegungen auf äußere Einflüsse reagieren. Das Stammhirn ist aber noch aktiv, Blutdruck, Atmung und viele Reflexe werden weiter geregelt.

In Lamberts Fall kamen Ärzte zu dem Ergebnis, dass dieser Zustand irreversibel - also unumkehrbar - sei. Die Eltern sehen das anders und argumentieren, ihr Sohn sei lediglich schwer behindert gewesen und brauche dauerhafte Pflege.

In Deutschland und Frankreich ist die aktive Sterbehilfe, also einem Menschen ein tödlich wirkendes Mittel zu verabreichen, verboten. Passive Sterbehilfe durch das Abschalten von Apparaten und indirekte Sterbehilfe, bei der starke Medikamente Schmerzen lindern und als Nebenwirkung das Sterben beschleunigen, sind zulässig.

Rund 10.000 Menschen liegen nach Angaben der Deutschen Stiftung Patientenschutz in Deutschland im Wachkoma. "Nur der Betroffene selbst kann diese Behandlung begrenzen. Hier ist der einzig sichere Weg die Patientenverfügung", erklärt der Vorsitzende Eugen Brysch. Andernfalls könne es zu jahrelangen Streitigkeiten kommen, die nicht selten von Gerichten entschieden werden müssten. "Ein automatisches Mitspracherecht von Eltern oder Ehepartnern gibt es nicht."

Fotos: Thibault Camus/AP/dpa

Inventur-Ausverkauf bei MEDIMAX! Jetzt gibt's Fernseher & Co. mega günstig 11.761 Anzeige
Hund, der für alle merkwürdig aussieht, hat endlich Glück! Neu
Nach Aus im Dschungelcamp: DSDS-Toni nur noch "Haut und Knochen"! Neu
Dieses Möbelhaus kann sich gerade vor Aufträgen nicht retten. Der Grund ist... 6.001 Anzeige
An Bungee-Seil: Freizeitpark stürzt Schwein in die Tiefe Neu
Infektion steigt sprunghaft an: Neues Sars-Virus von Mensch zu Mensch übertragen! Neu
Darum lohnt sich ein Einstieg in diesem Unternehmen besonders! 17.454 Anzeige
5,3 Milliarden Euro teuer: Zoff um Auftrag für neues Kriegsschiff Neu
SemperOpernball in Dresden mit Fußball-Prominenz und Top-Models? Neu
Bis 53% Rabatt: Bevor mein Laden schließt, setze ich den Rotstift an! 12.973 Anzeige
Auf Ehefrau geschossen, als sie Silvester-Feuerwerk anschaute: Mann in U-Haft! Neu
Folk-Sänger stirbt bei Live-Auftritt vor den Augen seines Publikums Neu
Herrchen verstört: Hunde liegen im Sterben, als er heimkehrt Neu
Ehepaar stirbt nach 65 Jahren Hand in Hand binnen weniger Stunden 2.840
Frechheit! Luxus-Steuer für Tampons abgeschafft: Erhöhen Hersteller deshalb die Preise? 1.043
Gutachten fehlt! Muss Tesla doch mehr blechen? 897
Millionen rätseln über küssendes Pärchen: Was läuft da schief? 4.163 Update
Wegen Fluchtgefahr: Mutmaßliche IS-Heimkehrerin weiter in Haft 405
Hund sorgt für Vollsperrung der Autobahn 1.916
"Monis Rache": Typ filmt heimlich bei Festival auf den Klos und lädt die Videos auf Pornoseiten hoch 1.746
Schalke 04 wird Problem-Profi Nabil Bentaleb wohl endlich los! 1.658
So rührend: 400 Hunde begleiten Rüden bei letztem Spaziergang 8.236
Polizei steht vor Rätsel: Wer kennt diesen Toten? 18.860
Studentin stürzt im Urlaub von Klippe: Wurde sie von Mann (21) geschubst? 1.942
38-Jähriger ersticht Ehefrau (†27): So lange muss er jetzt in den Knast 302
Polizei findet Leiche in Haus: 59-Jähriger stellt sich 3.122 Update
Kampf gegen Fremdenhass, Rassismus und Rechtsextremismus: Auszeichnung für Dunja Hayali 703
RWE: Hambacher Forst soll erhalten bleiben 76
Gaffer filmt unentwegt, wie Mann wiederbelebt wird: Polizei greift durch! 2.810
Idiotischer Zahnarzt zieht Patientin Zahn, während er auf einem Hover-Board steht 1.734
"Weiß sonst nicht weiter": Jenny Frankhauser verzweifelt vor Lipödem-OP 1.853
Lebensgefährliche Stromexperimente: So lange muss der Fake-Arzt hinter Gitter 689
Hat eine Frau ihren Ex getötet? Mann mit Flüssigkeit übergossen und angezündet! 935
Abgeflogen: Fußball-Profi kracht mit seinem Lamborghini unter (!) die Leitplanke! 4.323
Schlägerei bei McDonald's: Polizisten wollen schlichten und landen im Krankenhaus 3.397
Aufatmen bei Lufthansa-Passagieren: Flugbegleiter brechen Streik-Vorbereitung ab 316
Versuchter Mord: So lange muss der Messerstecher-Paketbote in Haft! 1.561
Explosion in Hundekot-Mülleimer: Behälter fliegt 10 Meter durch die Luft 1.145
Wintersport der Zukunft? Ruhpolding testet Sommer-Biathlon 75
Prozess in Aschaffenburg: Jugendtrainer soll Kinder missbraucht haben 268
Polizei bekommt Boot für 1,5 Millionen Euro: Bei der Taufe hakt es... 162
Volle Ladung: Laster kippt auf Transporter! 748
Tödlicher Unfall am Flughafen Nürnberg: Busfahrer stirbt bei Kollision 4.085 Update
Miet-Hochburgen in Deutschland: Wohnen in Baden-Württemberg ein teurer Spaß! 98
Katholischer Pfarrer soll Kinderpornographie gehortet haben 672
Von den Kerlen genug? Sexy Bachelor-Babe küsst Frau 1.842
Sexy Traumfigur mit 51 Jahren? Ihr kennt sie alle! 9.158
Prinz Harry spricht zum ersten Mal über den Megxit 2.653
Alle Tiere aus Todeslabor gerettet: Das passiert nun mit ihnen 2.554 Update
Beste Freundin der bestialisch ermordeten Maria (†18) verurteilt: Ihr Lügen half den Usedom-Killern 6.220