Bier, Grillgut und Campingstühle: Metal-Supermarkt eröffnet auf Wacken Open Air

Wacken - Nachdem Aldi Nord sich bereits auf dem Deichbrand Festival bei Cuxhaven aufgestellt hat und Lidl auf den Zwillingsfestivals Rock am Ring und Rock im Park seine sogenannten Rockshops betreibt, zieht Kaufland nun auf dem Wacken Open Air nach.

Kaufland eröffnet einen "Metal Markt" beim Wacken Open Air.
Kaufland eröffnet einen "Metal Markt" beim Wacken Open Air.  © DPA

Damit könnte das weltbekannte Heavy-Metal-Festival "Wacken Open Air" in diesem Jahr für die Bewohner der kleinen Gemeinde in Schleswig-Holstein spürbar ruhiger ausfallen.

Auf dem Festivalgelände soll erstmals ein überregionaler Lebensmittelhändler eine Filiale aufbauen wird, wie die Organisatoren am Dienstag mitteilten.

Laut der >> Musik Woche, sind die Veranstalter des Mega-Events für Metal- und Rockmusik-Fans eine Partnerschaft mit der Discounter-Kette Kaufland eingegangen. Damit würde erstmals ein Lebensmittelhändler zu den Hauptsponsoren des Festivals zählen.

Damit sei zum ersten Mal in der Geschichte des W:O:A eine Vollversorgung der 75.000 Fans direkt auf dem Veranstaltungsgelände sichergestellt.

Im sogenannten "Metal Markt" werden den Angaben zufolge auf 1300 Quadratmetern Fläche neben gekühlten Getränken, Grillfleisch, Snacks, Obst und Gemüse auch Zelte und Campingstühle angeboten.

"Natürlich alles zu den Preisen aus unseren Filialen und ohne Festivalzuschlag", sagte ein Sprecher des Konzerns.

Was bedeutet der Festival-Deal für die Gemeinde Wacken?

Eine Frau mit einer E-Gitarre auf der Schulter zeigt beim Wacken Open Air auf dem Festivalgelände den Metalgruß, die sogenannte "Pommesgabel".
Eine Frau mit einer E-Gitarre auf der Schulter zeigt beim Wacken Open Air auf dem Festivalgelände den Metalgruß, die sogenannte "Pommesgabel".

Das W:O:A hat sich seit den Anfängen 1990 mit einem Familienfestcharakter in ein hoch kommerzielles Mega-Event entwickelt. Jedes Jahr reisen rund 75.000 Rockmusik-Fans aus aller Welt ins betuliche Wacken.

Für vier Tage ist das 1850-Seelen-Dorf das internationale Zentrum der Hardrock-Szene. Auf mehreren Bühnen spielen etwa 120 Bands, darunter Szenegrößen, aber auch viele Newcomer.

Durch die alljährlich auftretenden Menschenmassen, die das Festival besuchen, dürften sich die Einnahmen der ortsansässigen Betriebe, allen voran Lebensmittel- oder Einzelhandelsgeschäfte und Gastronomie, zur Zeit des W:O:A bisher jedes Jahr deutlich gesteigert haben. Während dieser Zeit wird in örtlichen Supermärkten schließlich viel mehr verkauft als normalerweise.

Ob das auch weiterhin so bleibt, dürfte zu bezweifeln sein. Immerhin bekommen die Metaller nun alles was das Festival-Herz begehrt direkt auf dem Veranstaltungsgelände und ohne lange Wegen zum Supermarkt im Ort oder in der Umgebung.

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