Opfer nach Schüssen in Wächtersbach nicht mehr in Klinik

Wächtersbach - Nach dem rassistisch motivierten Angriff auf einen Eritreer im osthessischen Wächtersbach (TAG24 berichtete) ist der Mann aus dem Krankenhaus entlassen worden.

Polizeibeamte vermessen den Tatort, wo in einem Auto der lebensgefährlich verletzte Schütze gefunden wurde, der später im Krankenhaus verstarb.
Polizeibeamte vermessen den Tatort, wo in einem Auto der lebensgefährlich verletzte Schütze gefunden wurde, der später im Krankenhaus verstarb.  © DPA

Das berichtete der Bürgermeister der Stadt im Main-Kinzig-Kreis, Andreas Weiher (SPD), am Donnerstag.

Der Genesungsprozess werde aber noch eine Weile dauern. Die Stadt habe dabei geholfen, dass der 26-Jährige psychologische Unterstützung erhalte.

Um das Geschehen zu verarbeiten, wolle dieser Wächtersbach verlassen, berichtete Weiher weiter. Zuvor hatten mehrere Medien darüber berichtet.

Ein 55 Jahre alter Deutscher aus einem Nachbarort hatte vor zweieinhalb Wochen den 26-Jährigen mit einem Bauchschuss schwer verletzt und sich danach das Leben genommen.

Nach dem Angriff kamen rund 400 Menschen zu einer Mahnwache am Tatort zusammen (TAG24 berichtete).

Bürgermeister Weiher hoffte, dass die Stadt nun wieder zur Ruhe kommen und die gesellschaftlichen Gruppen, wie in den vergangenen Jahren auch, friedlich zusammenleben könnten. Durch die Tat sei auch Wächtersbach ein Stück weit zum Opfer geworden.

Die Ermittler gehen bei dem 55-Jährigen von einem "frustrierten, isolierten Einzeltäter" aus, der aus fremdenfeindlichen Motiven habe morden wollen (TAG24 berichtete).

Nach dem Angriff kamen rund 400 Menschen zu einer Mahnwache am Tatort zusammen.
Nach dem Angriff kamen rund 400 Menschen zu einer Mahnwache am Tatort zusammen.  © DPA

Titelfoto: DPA


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