Polizei stößt auf irres Waffenarsenal in kleiner Gemeinde

Bremen - In der kleinen Gemeinde Ritterhude (Kreis Osterholz), nördlich von Bremen, hat die Polizei am Mittwochmorgen einen riesigen Waffen-Fund gemacht.

Unzählige Waffen liegen in Kisten und Kartons. Die Polizei hat sie beschlagnahmt.
Unzählige Waffen liegen in Kisten und Kartons. Die Polizei hat sie beschlagnahmt.

Wie eine Sprecherin der Polizei am Donnerstag mitteilte, stießen Beamte im Zuge einer Wohnungsdurchsuchung in der Gemeinde auf ein Arsenal mit etwa 1000 Waffen und mehreren 10.000 Schuss Munition.

Die Gegenstände wurden sichergestellt und mussten über mehrere Stunden hinweg abtransportiert werden.

Wie der NDR berichtet, soll es sich vorwiegend um Pistolen und Gewehre handeln. Bei dem 44-jährigen Mann, auf dessen Hof die Waffen sichergestellt wurden, soll es sich den Angaben zufolge aber nicht um einen Sammler handeln.

Die weiteren Ermittlungen wurden von der Polizei Osterholz aufgenommen. Sie müssen klarstellen, ob der Beschuldigte möglicherweise einen Waffenschein besitzt - oder ob ein Verstoß gegen das Waffengesetz vorliegt.

Immer wieder kommt es zu so unglaublichen Waffen-Funden. Im vergangenen Jahr hob ein Spezialeinsatzkommando (SEK) der Polizei in Hamburg-Rahlstedt Gewehre, Handfeuerwaffen, Messer und Dolche in der Wohnung eines 37-Jährigen aus (TAG24 berichtete).

Im Fall des Waffen-Lagers in Ritterhude seien wegen der laufenden Ermittlungen derzeit noch keine weiteren Auskünfte möglich, so die Sprecherin der Polizei.

Update, 22. Februar, 9.54 Uhr: Weitere Hintergründe

Die Polizei hat nun weitere Angaben zu dem Waffenfund gemacht. Demnach war der Hintergrund der Razzia ein Strafverfahren der Staatsanwaltschaft Kiel wegen Unterschlagung von Waffen (TAG24 berichtete).

Der 44-jährige Tatverdächtige hatte beruflichen Umgang mit Waffen. Jetzt geprüft, ob er rechtmäßig in ihren Besitz gelangen konnte.

Die aufgefundenen Lang- und Kurzwaffen wurden sichergestellt und vom Gelände abtransportiert, um sie in den kommenden Wochen einzeln zu überprüfen.

"Ein extremistischer Hintergrund kann zum derzeitigen Zeitpunkt ausgeschlossen werden", sagte eine Polizeisprecherin

In Hamburg rückte im vergangenen Jahr das SEK an und fand zahlreiche Waffen bei einem Mann. (Symbolbild)
In Hamburg rückte im vergangenen Jahr das SEK an und fand zahlreiche Waffen bei einem Mann. (Symbolbild)  © DPA

Titelfoto: DPA

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