Erschreckend! So hat ein Mann 1000 scharfe Waffen gelagert

Bremen - Nach dem ungewöhnlichen Waffenfund in einer Privatwohnung in der Gemeinde Ritterhude (Kreis Osterholz) nördlich von Bremen hat die Polizei ein erschreckendes Bild und weitere Details veröffentlicht.

Unzählige Waffen liegen in Kisten und Kartons. Die Polizei hat sie beschlagnahmt.
Unzählige Waffen liegen in Kisten und Kartons. Die Polizei hat sie beschlagnahmt.

Die etwa 1000 Schusswaffen und mehrere 10.000 Schuss Munition waren bei einer Durchsuchung am Mittwochmorgen in der Wohnung eines 44-Jährigen entdeckt worden (TAG24 berichtete).

Ein nun veröffentlichtes Foto der Polizei zeigt das erschreckende Ausmaß des Waffenfundes.

Unzählige Pistolen liegen in Plastikkisten. Gewehre befinden sich in Pappkartons. Dazwischen ist Luftpolsterfolie.

So hat die Polizei die 1000 Schusswaffen größtenteils vorgefunden. Nach fachgerechter Lagerung sieht das nicht aus, eher nach Chaos im Keller.

Inzwischen steht auch fest, wie der Mann ins Visier der Ermittler kam. Die Beamten waren im Auftrag der Staatsanwaltschaft Kiel unterwegs, wie die Polizei mitteilte.

Die hatte die Durchsuchung des Geländes in Ritterhude wegen des Verdachts der Unterschlagung von Waffen angestoßen.

Der 44-jährige Besitzer habe nach Polizeiangaben "beruflichen Umgang mit Waffen" gehabt. Daher werde nun geprüft, ob er rechtmäßig in ihren Besitz gelangt ist.

Auf TAG24-Nachfrage wollte die Sprecherin der Polizei den genauen Beruf aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes nicht konkretisieren. Der Mann sei aber weder Bundeswehr-Soldat noch Polizist.

Die Polizei hat die Waffen sichergestellt und über mehrere Stunden vom Gelände abtransportiert. In den kommenden Wochen sollen sie einzeln auf mögliche Verstöße gegen das Waffengesetz überprüft werden.

Einen extremistischen Hintergrund schließt die Polizei zum derzeitigen Zeitpunkt aus.

Update, 16.35 Uhr:

Die Polizei schließt nach dem Fund des Waffenarsenals mit 1000 Schusswaffen einen extremistischen Hintergrund aus. Wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Kiel mitteilte, sei der Mann von Beruf Büchsenmacher.

Seine Arbeit sei ihm aber über den Kopf gewachsen. "Er war nicht mehr in der Lage, seine Geschäfte so zu führen, wie es notwendig gewesen wäre."

Bei einem Umzug aus Schleswig-Holstein nach Ritterhude habe er alle gehorteten Waffen aus seiner Werkstatt mitgenommen.

Nach dem Fund vom Mittwoch brauchten Polizisten mehrere Stunden, um die nicht ordnungsgemäß gelagerten Waffen abzutransportieren.

"Anlass der Hausdurchsuchung war ein Strafverfahren der Staatsanwaltschaft Kiel wegen Unterschlagung von Waffen", sagte eine Polizeisprecherin. Die Waffen sollen in den kommenden Wochen einzeln überprüft werden.

Titelfoto: Polizei

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