Waffen und Technik gegen Drohnen in NRW vorgestellt

Düsseldorf - Der Drohnen-Alarm bei einem Auftritt von Bundeskanzlerin Angela Merkel in Dresden hat auch in Nordrhein-Westfalen Wirkung gezeigt: Die Polizei hat seither nachgerüstet in Sachen Drohnenabwehr und eigenen Drohnen.

Herbert Reul (CDU,l), Innenminister von Nordrhein-Westfalen und Dennis Göge, Programmkoordinator für Sicherheitsforschung beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), stehen vor einer Drohne der Feuerwehr Duisburg.
Herbert Reul (CDU,l), Innenminister von Nordrhein-Westfalen und Dennis Göge, Programmkoordinator für Sicherheitsforschung beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), stehen vor einer Drohne der Feuerwehr Duisburg.  © Federico Gambarini/dpa

Jetzt präsentierte NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) einige der unbemannten Flugobjekte und einige Waffen im Einsatz gegen "feindliche" Drohnen.

"Ich wünsche mir, dass die Polizei in NRW Vorreiter ist", sagte Reul.

"Wir müssen mit den Kriminellen mindestens Schritt halten." Deshalb arbeitet das Land künftig mit dem Deutschen Luft- und Raumfahrtzentrum (DLR) zusammen.

Die größte präsentierte Drohne ist dabei gar nicht in Landesbesitz, sondern gehört der Duisburger Feuerwehr.

Mit mehr als drei Metern Spannweite und gut zwei Metern Länge kann sie das gesamte Duisburger Stadtgebiet mit Tempo 120 in wenigen Minuten erreichen.

So soll die Drohne, sollte sie ab 2021 in den regulären Einsatz gehen, das Schadensausmaß und den genauen Schadensort aus der Luft via Kamera in die Leitstelle senden.

Im unübersichtlichen Gebiet von Europas größtem Binnenhafen oder auch bei Havarien auf dem Rhein dürfte die automatisch startende Drohne deutlich vor den Rettungskräften an Ort und Stelle sein. In einem zweiten Schritt könnte sie sogar für lasergestützte Schadstoffmessungen aus dem Brandrauch ausgerüstet werden.

Eine Überwachungsdrohne im Einsatz.
Eine Überwachungsdrohne im Einsatz.  © DPA

Titelfoto: DPA

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