4500 Waffenexporte in Krisengebiet: Verteidigung hält Plädoyers

Stuttgart - Die Verteidigung wird im Prozess um umstrittene Waffenexporte der Rüstungsfirma Heckler & Koch nach Mexiko am Donnerstag (09.30 Uhr) ihre Plädoyers halten.

Heckler & Koch sitzt in Oberndorf am Neckar (Landkreis Rottweil) und ist Deutschlands bedeutendster Hersteller von Handfeuer- und Infanteriewaffen. (Archivbild)
Heckler & Koch sitzt in Oberndorf am Neckar (Landkreis Rottweil) und ist Deutschlands bedeutendster Hersteller von Handfeuer- und Infanteriewaffen. (Archivbild)

Die Staatsanwaltschaft hatte vergangene Woche Haftstrafen für zwei ehemalige Mitarbeiter gefordert.

Ein früherer Geschäftsführer, der ebenfalls von den Lieferungen gewusst haben soll, könnte mit einer Bewährungsstrafe davonkommen, wenn das Gericht den Plädoyers der Staatsanwaltschaft folgt.

In dem Verfahren geht es um die Frage, wie in den Jahren 2006 bis 2009 mehr als 4500 Sturmgewehre sowie Maschinenpistolen, Munition und Zubehör im Wert von rund 4,1 Millionen Euro in Unruheregionen in Mexiko geliefert werden konnten, obwohl es für diese Gegenden keine Genehmigungen gab.

Für einen weiteren ehemaligen Geschäftsführer und einen Übersetzer plädierte die Anklage auf Freispruch. Ein Urteil wird im Februar erwartet.

Mitarbeiter von Heckler & Koch sollen illegal Waffen nach Mexiko exportiert haben. (Symbolbild)
Mitarbeiter von Heckler & Koch sollen illegal Waffen nach Mexiko exportiert haben. (Symbolbild)

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