Immer mehr Reizgas-Attacken! Kommt bald das Verkaufs-Verbot?

Bisher sind Pfefferspray und CS-Gas frei verkäuflich. Politiker fordern eine Änderung.
Bisher sind Pfefferspray und CS-Gas frei verkäuflich. Politiker fordern eine Änderung.  © Peter Zschage

Chemnitz - Immer öfter verletzen Angreifer andere Menschen mit Reizgas. Der TAG24-Bericht über diese Attacken bringt nun eine politische Debatte in Gang.

Abgeordnete aus Sachsen fordern ein Verkaufsverbot von Pfefferspray und CS-Gas an Kinder und Jugendliche. Zudem plädieren sie für härtere Strafen bei Missbrauch.

Diese Woche hatte die Polizei vier Attacken mit Reizgas aus Chemnitz und Plauen gemeldet. Dabei wurden mehr als zehn Menschen verletzt.

Wie TAG24 berichtete, ist Reizgas frei verkäuflich, teilweise sogar an Kinder. Das bringt CDU-Landtagspolitiker Alexander Krauß (41) auf die Palme: „Eine angegriffene Joggerin muss sich wehren können. Aber bei Missbrauch muss es härtere Strafen geben. Eine Verkaufs-Altersgrenze ab 18 Jahren wäre sinnvoll.“

Die zunehmende Bewaffnung der Bürger sieht CDU-Kollege Frank Heidan (59) als gefährlich an. Er sagt: „Wer Menschen mit Reizgas außerhalb einer Notwehr verletzt, sollte Freiheitsstrafe erhalten. Dass Kinder die Mittel besitzen dürfen, ist ein Unding. Da muss der Gesetzgeber ran.“

Der Chemnitzer Linken-Abgeordnete im Bundestag, Michael Leutert (42), möchte den Verkauf an Jugendliche ebenfalls verbieten.

„Bei Erwachsenen sollten wir den Besitz stärker kontrollieren. Denkbar wäre der Kleine Waffenschein als Voraussetzung für den Kauf von Reizgas.“

Michael Leutert (Linke): "Reizgas mit Kleinem Waffenschein"
Michael Leutert (Linke): "Reizgas mit Kleinem Waffenschein"  © Sven Gleisberg
Alexander Krauß (CDU). "Verkauf von Reizgas erst ab 18"
Alexander Krauß (CDU). "Verkauf von Reizgas erst ab 18"  © Christian Suhrbier

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