Amtlich: Schwarz-Grün kann in Hessen weiterregieren!

Wiesbaden - Die schwarz-grüne Regierung in Hessen kann weiterregieren. Dies geht aus dem endgültigen Ergebnis der Landtagswahl vom 28. Oktober hervor.

Jetzt ist klar: Schwarz-Grün kann weiterregieren.
Jetzt ist klar: Schwarz-Grün kann weiterregieren.  © DPA

Es gab im Vergleich zu den vorläufigen Zahlen keine maßgeblichen Verschiebungen bei den Prozentzahlen, die Sitzverteilung im Landtag hat sich nicht mehr verändert. Das teilte der Landeswahlleiter am Freitag in Wiesbaden mit.

Nach mehreren Pannen am Wahlabend vor allem in Frankfurt waren seit der Abstimmung zunehmend Zweifel am vorläufigen Ergebnis laut geworden.

Unter anderem hatte ein langsames Computersystem die Auszählung verzögert.

Die CDU bleibt nach dem endgültigen Ergebnis trotz massiver Verluste stärkste Kraft im Land.

Christdemokraten und Grüne haben bereits signalisiert, dass sie offen für eine Fortsetzung der Koalition wären. Auf dem zweiten Platz folgen die Grünen hauchdünn vor der SPD.

Mit dieser Konstellation ist ein Ampelbündnis gemeinsam mit der FDP zwar rechnerisch möglich, jedoch weigern sich die Liberalen nach den Aussagen von Spitzenvertretern, einen grünen Ministerpräsidenten zu wählen.

Landeswahlleiter Wilhelm Kantherr trägt vor dem Landeswahlausschuss Hessen im Sitzungssaal des hessischen Innenministeriums das endültige Ergebnis der Landtagswahl vor.
Landeswahlleiter Wilhelm Kantherr trägt vor dem Landeswahlausschuss Hessen im Sitzungssaal des hessischen Innenministeriums das endültige Ergebnis der Landtagswahl vor.  © DPA

Dem neuen Landtag gehören 137 Abgeordnete an. Die CDU kommt auf 40 Sitze, Grüne und SPD jeweils auf 29 Mandate. Die AfD wird 19 Parlamentarier stellen, die FDP 11, die Linke 9.

Bei der Landtagswahl vor knapp drei Wochen mussten sowohl CDU als auch SPD starke Verluste hinnehmen. Die Grünen können sich deutlich steigern.

Die AfD zieht erstmals in den Landtag ein und ist damit im Bundestag und allen Länderparlamenten vertreten.

In Hessen regieren seit 2013 CDU und Grüne zusammen. Beide Parteien hatten sich offen gezeigt, in dieser Konstellation weiterzumachen.

Wegen zahlreicher Überhangs- und Ausgleichsmandaten wird es deutlich mehr Sitze im Landtag geben als in der vergangenen Legislaturperiode.

UPDATE, 13.47 UHR: SPD GEHT IN OPPOSITION

Die hessische SPD hat angekündigt, erneut in die Opposition zu gehen. Er sehe keine Möglichkeit mehr, eine Reformregierung zu bilden, erklärte SPD-Chef Thorsten Schäfer-Gümbel am Freitag in Wiesbaden. Damit ist ein rechnerisch mögliches Ampelbündnis mit Grünen und FDP nach der Landtagswahl vom Tisch.

Die SPD nehme ihre Rolle als Oppositionsführerin an, sagte Schäfer-Gümbel. Nach dem amtlichen Endergebnis der Auszählung zur Landtagswahl hat die SPD 66 Wählerstimmen weniger erhalten als die Grünen und wurde damit - wie bereits nach dem vorläufigen Ergebnis - drittstärkste Kraft.


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