Wahlkampf-Theater am rechten Rand

Nico Köhler (41,r.) will für die AfD in den Bundestag - Martin Kohlmann (40) aber eigentlich auch ...
Nico Köhler (41,r.) will für die AfD in den Bundestag - Martin Kohlmann (40) aber eigentlich auch ...  © dpa/Kay Nietfeld, Uwe Meinhold, privat

Chemnitz - Der AfD droht Ärger. Der Partei könnte ihr Bundestagskandidat abhanden kommen - dank einer „Rauferei“ am rechten Rand.

Nico Köhler (41) ist seit März AfD-Direktkandidat für die Bundestagswahl. Allerdings war auch Pro-Chemnitz-Stadtrat Martin Kohlmann (40) auf der Nominierungsveranstaltung im Gespräch.

Ein Kandidatenvorschlag, über den hätte abgestimmt werden müssen? Darüber wird nun gestritten.

„Herr Kohlmann wurde weder als Direktkandidat vorgeschlagen, noch bewarb er sich um diese Funktion“, so die Chemnitzer AfD. „Ich hatte beabsichtigt, zu kandidieren“, hält Kohlmann dagegen. „Ein Mitglied sollte mich vorschlagen. Ich hätte mich zur Wahl gestellt.“

Nun steht Aussage gegen Aussage. Martin Kohlmann kann gegen die Entscheidung des AfD-Kreisparteitags vom März juristisch vorgehen. „Ich denke noch nach.“

Gäbe es ein gerichtliches Nachspiel, wäre es für eine erneute Nominierung zu spät. Die Fristen sind abgelaufen.

Wer für welche Partei auf Stimmenfang gehen kann, entscheidet der Kreiswahlausschuss am Freitag ab 18 Uhr. Die Bundestagswahl ist am 24. September.

Titelfoto: dpa/Kay Nietfeld, Uwe Meinhold, privat


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