Schatzjäger geben nicht auf: Suche nach Nazi-Goldzug geht weiter

Ein Museumsschacht der ehemaligen Julia/Thorez Zeche im polnischen Waldenburg (Walbrzych). Die Suche machte die Stadt über Polen hinaus bekannt.
Ein Museumsschacht der ehemaligen Julia/Thorez Zeche im polnischen Waldenburg (Walbrzych). Die Suche machte die Stadt über Polen hinaus bekannt.  © DPA

Walbrzych - Die Hobbyhistoriker Piotr Koper und Andreas Richter wollen ihre bisher erfolglose Suche nach dem angeblichen Nazi-Goldzug im Sommer in Polen fortsetzen.

"Wir könnten vielleicht schon im Juni loslegen", sagte Koper am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Er warte auf die letzten Genehmigungen für die Grabungsarbeiten im niederschlesischen Waldenburg (Walbrzych).

Dort vermuten der Pole und sein deutscher Kollege einen mit Kriegsbeute beladenen Zug, den Nazis vor der heranrückenden Sowjetarmee versteckt haben sollen.

Das besagen zumindest jahrzehntealte Gerüchte - Beweise gibt es dafür bislang nicht. Trotzdem hatten Koper und Richter im vergangenen August mit Baggern nach dem vermeintlichen Zug graben lassen.

Ihre spektakuläre Suche machte die Stadt über Polen hinaus bekannt.

Bei dem neuen Versuch würden sie deutlich tiefer graben, sagte Koper. Sponsoren für die Grabungsarbeiten fand der Hobbyschatzsucher nach eigenen Angaben allerdings nicht. Auch die Fortsetzung der Suche, die bislang rund 15.000 Euro kostete, werde er aus eigener Tasche bezahlen, sagte Koper.

Verschwendete Gelder und Mühen, wie Experten sagen: Krakauer Geophysiker hatten das von Richter und Koper aufgezeigte Terrain untersucht und die Existenz des Zuges ausgeschlossen.


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