Bewohner müssen weiter bangen: Waldbrand kommt immer näher

Lübtheen - Im Kampf gegen den Waldbrand in Südwestmecklenburg sind die Einsatzkräfte optimistisch. Man habe das Feuer unter Kontrolle. Doch es gibt auch noch kritische Stellen.

Ein Wasserwerfer der Bundespolizei ist beim Löscheinsatz beim Waldbrand auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz im Einsatz.
Ein Wasserwerfer der Bundespolizei ist beim Löscheinsatz beim Waldbrand auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz im Einsatz.  © DPA

Eine davon sei der letzte noch evakuierte Ort, Alt Jabel, wo die Flammen von 350 auf 300 Meter herangerückt seien, sagte ein Sprecher des Landkreises Ludwigslust-Parchim am Donnerstag.

Die 200 Bewohner müssen damit weiter in Notunterkünften oder bei Verwandten ausharren. Insgesamt waren am Donnerstag 1200 Hektar Waldfläche betroffen, davon 600 Hektar Brandfläche.

Die Sicherung der Orte bleibe weiterhin wichtigste Aufgabe, doch müsse mit Blick auf die Dauer des Einsatzes auch die unmittelbare Brandbekämpfung verstärkt werden, erklärte der Landrat.

Am Mittwoch hatten Behörden vorerst Entwarnung gegeben: Die Feuerwehr hatte den Waldbrand unter Kontrolle, hieß es (TAG24 berichtete). Rund 450 Bewohner konnten am Mittwoch in drei der vier evakuierten Dörfer zurückkehren. Das waren Trebs, Jessenitz-Werk sowie Volzrade.

Am Donnerstagvormittag wird Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) in der Region erwartet.

Polizisten sperren die Zufahrt zum noch immer evakuierten Ort Alt Jabel.
Polizisten sperren die Zufahrt zum noch immer evakuierten Ort Alt Jabel.  © DPA

Seit wenigen Tagen ist klar, dass der Wald nicht durch die Hitze in Brand geraten war, sondern an mehreren Stellen absichtlich Feuer gelegt wurde.

Laut Kriminalpolizei sei der Brand an einer anderen Stelle ausgebrochen als in der Woche zuvor. Einsatzkräfte konnten gleich drei Brandstellen entlang eines Weges ausmachen.

Bisher sind bei der Kriminalpolizei mehr als 60 Hinweise eingegangen. Dem möglichen Täter drohen wegen Brandstiftung bis zu zehn Jahren Haft.

Update, 16.34 Uhr

Die Gefahr einer weiteren Ausdehnung des Waldbrandes in Südwestmecklenburg ist nach Einschätzung der Bundeswehr nahezu gebannt. "Soweit ich das beurteilen kann, ist die Lage aktuell weitgehend unter Kontrolle. Das ist eine gemeinsame Kraftanstrengung gewesen von Feuerwehren, THW, Polizei und Bundeswehr", sagte Generalleutnant Peter Bohrer am Donnerstag in Lübtheen.

Zuvor hatte sich der stellvertretende Inspekteur der Streitkräftebasis aus der Luft über die Situation im Brandgebiet informiert.

Titelfoto: DPA

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