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Feuerwehr kämpft bei Waldbrand-Katastrophe auch gegen Kriegsreste

Polizei sucht im Zusammenhang mit riesigem Waldbrand von Lübtheen nach Brandstiftern

Innerhalb weniger Stunden hat ein Waldbrand bei Lübtheen katastrophale Ausmaße erreicht. Auf über 400 Hektar eines alten Truppenübungsplatzes lodern Flammen.

Lübtheen - Innerhalb weniger Stunden hat ein Waldbrand in Mecklenburg-Vorpommern katastrophale Ausmaße erreicht. Auf über 400 Hektar eines alten Truppenübungsplatzes lodern Flammen. Es kommt immer wieder zu Explosionen.

Feuerwehrleute kämpfen in der Nähe der evakuierten Ortschaft Alt Jabel gegen den Waldbrand.
Feuerwehrleute kämpfen in der Nähe der evakuierten Ortschaft Alt Jabel gegen den Waldbrand.

Dichte Rauchschwaden stehen über dem ausgedehnten Waldgebiet östlich von Lübtheen. In regelmäßigen Abständen donnern Hubschrauber über das Städtchen im Südwesten Mecklenburg-Vorpommerns.

Sie bringen dringend benötigtes Löschwasser, das sie zuvor mit riesigen Säcken aus umliegenden Seen geschöpft haben, zum Brandherd. Der liegt auf einem ehemaligen, stark mit Munition belasteten und daher nur eingeschränkt zugänglichen Truppenübungsplatz.

Rund 430 Hektar (4,3 Quadratkilometer) Wald sind nach Behördenangaben von dem Feuer betroffen, das am Sonntag an gleich mehreren Stellen ausgebrochen und von kräftigen Winden angefacht worden war. Der Landrat rief daher am Abend den Katastrophenfall aus.

Mecklenburg-Vorpommern stemmt sich nach den Worten von Umweltminister Till Backhaus (SPD) mit allen Mitteln gegen den größten Waldbrand in der Geschichte des Bundeslandes. Technische und personelle Hilfe erhalten die Feuerwehren von THW, DRK, Bundeswehr und Bundespolizei.

Der Brandgeruch soll auch in Berlin und sogar bis in Sachsen wahrnehmbar gewesen sein.

Munitionsreste von Militärübungen und aus Fabrik

Nahe der evakuierten Ortschaft Jessenitz-Werk steigt Rauch aus dem Wald auf.
Nahe der evakuierten Ortschaft Jessenitz-Werk steigt Rauch aus dem Wald auf.

Das ganze Ausmaß der Bedrohung wird etwa zehn Kilometer südlich von Lübtheen deutlich.

Am Ortsrand von Alt Jabel, das wegen des Feuers noch am Sonntagabend evakuiert worden war, haben Feuerwehren aus der Region eine ganze Batterie von Löschfahrzeugen aufgereiht.

Unablässig schicken sie Wasserfontänen in das Waldgebiet, in der Hoffnung, das Feuer eindämmen zu können. Immer wieder frischt der Wind auf und lässt neue Flamme emporzüngeln. Dichter Rauch stoppt den Blick ins Unterholz schon nach wenigen Metern.

In den Wald dürfen die Feuerwehrleute nicht. Die regelmäßig zu hörenden Explosionen alter, im Boden liegender Munition machen deutlich, weshalb.

Das insgesamt 6000 Hektar große Areal sei nicht nur über viele Jahrzehnte für militärische Manöver genutzt worden.

"In diesem Gebiet stand vor dem Zweiten Weltkrieg die größte Marine-Munitionsfabik", berichtet Umweltminister Backhaus. Kurz vor Kriegsende sei das Munitionslager dann gesprengt worden, ohne dass aber alle Munition auch vernichtet wurde.

Etwa 400 Feuerwehrleute sind im Einsatz

Der aufsteigende Rauch verdichtet sich zu einer riesigen Wolke.
Der aufsteigende Rauch verdichtet sich zu einer riesigen Wolke.

Rüdiger Westphahl aus Neu Zachun ist mit seinem Löschtrupp seit dem Morgen bei Alt Jabel im Einsatz. Er dirigiert die Traktoren, die im Zehn-Minuten-Takt auf gewässerten Waldwegen riesige Tanks mit bis zu 30.000 Litern Inhalt heranbringen, an die Wasserentnahmestelle.

Dort halten seine Kameraden die Saugschläuche in das provisorische Foli-Becken. Westphahl gibt sich zuversichtlich, das Feuer vom Ort fernhalten zu können.

Alle sechs Stunden, berichtet der Feuerwehrmann, werden die Kräfte ausgetauscht. Rund 400 Männer und Frauen sind nach Angaben des Führungsstabs im Einsatz.

Dazu zählt auch Doreen Eggert aus Matzlow-Garwitz, einem Ort, gut 50 Kilometer nördlich des Brandherdes. Wie für viele der freiwilligen Feuerwehrleute war auch für die Lebensmittelverkäuferin die Nacht früher zu Ende als erwartet und nach der Alarmierung um 5.24 Uhr nahm der Tag einen ungeplanten Verlauf.

"Den Jungs gut zureden und selbst mit anpacken", beschreibt sie ihre Aufgabe, die sich vom Alltag hinter dem Verkaufstresen doch deutlich unterscheidet.

Auch Landwirte helfen mit ihren Maschinen

Im Wald sind kleine Feuer und viel Qualm zu sehen.
Im Wald sind kleine Feuer und viel Qualm zu sehen.

In Jessenitz-Werk, wenige Kilometer nordwestlich von Alt Jabel, fräsen am Mittag Bauern umliegender Agrarbetriebe mit ihren Pflügen gut 20 Meter breite Brandschutzstreifen in die Wiesen am Waldrand.

"Falls der Wind dann doch wieder dreht, kann so ein Übergreifen der Flammen verhindert werden", erklärt der Parumer Wehrleiter Niko Dankert. Mit 60 Leuten ist er in Jessenitz-Werk im Einsatz.

Diesen Ort hatte das Ehepaar Klaus und Monika Ackermann mitten in der Nacht verlassen müssen. "Reserve-T-Shirt, Schlüpfer, Handtuch, Waschtasche", zählt der 67-Jährige auf.

Viel mehr habe er in der Kürze der Zeit nicht einpacken können. Nun hoffe er, dass es der Feuerwehr gelinge, den Brand vom Ort fern zu halten, sagt Ackermann.

Für die Zeit der Evakuierung kam er mit seiner Frau und dem erwachsenen Sohn, der gerade aus Freiburg zu Besuch da ist, in der Turnhalle der Lübtheener Schule unter.

Das DRK sorgt dort für die Betreuung von etwa 50 betroffenen Menschen. Insgesamt mussten laut Einsatzleitung etwa 650 Menschen drei besonders gefährdete Orte verlassen, die zumeist aber bei Verwandten und Bekannten unterkamen.

Mit Sorge blickt Lars Tartarek zum sommerlich blauen Himmel. Der Mann lebt in Lübbendorf am nördlichen Rand des Truppenübungsplatzes. Er musste im Vorjahr sein Haus räumen, als es dort schon einmal gebrannt hatte.

"Damals hat ein kräftiger Platzregen geholfen, das Feuer zu bändigen. Danach sieht es jetzt aber nicht aus", sagt Tertarek. Für die Region Lübtheen ist eine Woche ohne Regen vorhergesagt.

Weiteres Feuer im Landkreis ausgebrochen

Die Feuerwehr im Landkreis Ludwigslust-Parchim ist auch weiter im Norden gefordert. Nahe Boizenburg bei Horst brennen vier Hektar Wald, meldete die Polizei in Ludwigslust am Montagnachmittag.

Die Feuerwehren seien in dem Waldgebiet und versuchten, das Feuer unter Kontrolle zu bekommen. Gefahren für Anwohner bestünden aktuell nicht.

Wegen des verheerenden Brandes bei Lübtheen sendet das Erste direkt im Anschluss an die Tagesschau um 20.15 Uhr einen Brennpunkt. Die Sendung wird 15 Minuten dauern, das Programm verschiebt sich entsprechend.

Polizei vermutet Brandstiftung und sucht Hinweise

Ein Hubschrauber der Bundespolizei transportiert Löschwasser zum Brandherd.
Ein Hubschrauber der Bundespolizei transportiert Löschwasser zum Brandherd.

Die Polizei sucht im Zusammenhang mit den Waldbränden in der Nähe von Lübtheen nach Zeugen.

Da die Feuerwehr mehrere Brandherde entdeckt, besteht der Verdacht der vorsätzlichen Brandstiftung, teilte die Polizei mit.

Wer hat im Waldgebiet südlich von Jessenitz-Werk Beobachtungen beziehungsweise Fotos und/oder Videos gemacht, die zur Aufklärung der Waldbrände beitragen können? Besonderes Interesse hat die Polizei an folgenden Daten und Zeiten:

  • Dienstag, 25. Juni 2019, gegen 15.50 Uhr und
  • Sonntag, 30. Juni 2019, gegen 13.25 Uhr.

Hinweise nimmt das Polizeipräsidium Rostock unter der Telefonnummer 038208 888 2222 sowie jede andere Polizeidienststelle oder die Internetwache unter www.polizei.mvnet.de entgegen.

Außerdem werden Zeugen gebeten, die mögliche Aufzeichnungen, Fotos und Videos zum Brandausbruch sowie zur Brandausbreitung auf der Plattform www.hinweisportal.de hochzuladen.

Update, 22 Uhr: Weitere Evakuierung

Wegen drehender Winde und der Gefahr der Ausdehnung des großen Waldbrandes bei Lübtheen ist am Montagabend ein viertes Dorf evakuiert worden.

Wie die Pressesprecherin des Landkreises Ludwigslust-Parchim mitteilte, wurde nach Alt Jabel, Jessenitz-Werk und Trebs nun der mit mehr als 100 Einwohner kleine Ort Volzrade geräumt.

Fotos: dpa/Jens Büttner

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