Schon 100 Hektar! Wieder riesiger Waldbrand bei Jüterbog

Potsdam - Erneut breitet sich ein Waldbrand auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz bei Jüterbog (Teltow-Fläming) schnell aus.

Der Wald auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz bei Jüterbog steht in Flammen.
Der Wald auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz bei Jüterbog steht in Flammen.  © Julian Stähle

Hatten am frühen Donnerstagabend noch 32 Hektar in einem besonders mit Munition verseuchtem Gebiet gebrannt, waren es laut Feuerwehrangaben kurz darauf schon 50 Hektar. Das hätten Aufklärungsflüge mit Hubschraubern gezeigt.

Das Gebiet dürfe nicht betreten werden. Erst im Juni hatte es an anderer Stelle auf dem Areal des Truppenübungsplatzes einen verheerenden Waldbrand gegeben.

Zehn Tanklöschfahrzeuge und fünf Löschfahrzeuge waren am Donnerstag vor Ort, wie ein Sprecher vom Ordnungsamt sagte. Etwa 50 Feuerwehrleute bekämpften das Feuer. Eine Verbesserung der Lage wurde in der Nacht durch höhere Luftfeuchtigkeit erwartet. Der Wind sei jedoch wechselhaft gewesen. Wie es genau vor Ort aussehe, konnte eine Sprecherin aus der Regionalleitstelle zunächst nicht sagen.

Die Löscharbeiten seien am späten Abend zunächst beendet worden. Ab 7 Uhr am Freitag wolle man weiterarbeiten. Später solle dann auch wieder ein Löschhubschrauber zum Einsatz kommen. Für die Löscharbeiten aus der Luft sei bereits am Vortag ein flexibler Tank mit rund 25.000 Liter Wasser aufgebaut worden.

Der Brand im Juni war nach einer Woche unter Kontrolle gebracht worden. Tagelang mussten noch Glutnester bekämpft werden. Zeitweise brannten 744 Hektar - eine Fläche größer als 1000 Fußballfelder. Es war bislang der größte Waldbrand in Brandenburg.

Der ehemalige Truppenübungsplatz wurde bis 1992 militärisch genutzt. Alte Kampfmittel verrotten dort seit Jahrzehnten im Boden mit einer unberechenbaren Wirkung.

Update, 13.55 Uhr: Der Waldbrand hat sich bei sommerlicher Hitze am Freitag erneut ausgeweitet. Inzwischen seien 100 Hektar Wald in Flammen, berichtete der stellvertretende Bürgermeister von Jüterbog, Joachim Wasmansdorff, am Nachmittag.

Die Feuerwehr ist nach eigenen Angaben mit rund 100 Kräften im Einsatz, die Wege und Randstreifen wässern, um ein weiteres Ausbreiten der Flammen zu verhindern.

"Der Wind ist leider derzeit sehr stark, was die Brände immer wieder anfacht", berichtete Wasmansdorff. Wenn dies anhalte, könne es noch mehrere Tage brennen.

"Was wir brauchen sind Gewitter mit möglichst viel Regen", ergänzte der Vize-Bürgermeister. Niederschläge seien aber frühestens am Sonntag zu erwarten.

Das Feuer breitet sich immer weiter aus.
Das Feuer breitet sich immer weiter aus.  © Julian Stähle

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