Feuer breitet sich aus: Waldbrand in Lieberoser Heide noch immer außer Kontrolle!

Lieberose/Finsterwalde - Ein Waldbrand in der Lieberoser Heide südöstlich von Berlin ist weiterhin außer Kontrolle.

Der Waldbrand in der Lieberoser Heide ist immer noch nicht unter Kontrolle gebracht.
Der Waldbrand in der Lieberoser Heide ist immer noch nicht unter Kontrolle gebracht.  © Julian Stähle

Feuerwehrleute kämpften derzeit auf einer Fläche von etwa 100 Hektaren gegen die Flammen, wie eine Sprecherin der Regionalleitstelle Lausitz am frühen Montagmorgen sagte. Zielsetzung für den Wochenstart sei es nun, eine Ausbreitung des Brandes auch weiterhin zu unterbinden.

Am frühen Montagmorgen wollten sich die Rettungskräfte für eine Lagebesprechung treffen, um das weitere Vorgehen zu planen. Von Samstag auf Sonntag hatte sich die Brandfläche im Landkreis Dahme-Spreewald von etwa 40 auf rund 80 Hektar verdoppelt. Besondere Probleme macht es, dass die Böden im Brandgebiet mit Munition kontaminiert sind.

Aufgrund der davon ausgehenden Gefahr wurde eine Gefahrenzone definiert, die weder betreten noch befahren werden darf. Gelöscht werde von außen - etwa von Waldwegen aus oder aus der Luft. Erschwert wurden die Löscharbeiten zudem durch Wind.

Update, 11.30 Uhr

Die Brandbekämpfung ist nach Angaben des Sprechers auch deshalb schwierig, weil es vor allem in der so genannten roten Zone brenne. Diese dürfe nicht betreten oder befahren werden, weil sie mit Munition belastet sei. Gelöscht wird deshalb von außen über befahrbare Waldwege.

Vor Ort sind 54 Einsatzkräfte mit 17 Fahrzeugen im Einsatz, darunter aus dem Landkreis Dahme-Spreewald und Spree-Neiße. Auch ein Löschhubschrauber der Bundespolizei unterstütze die Feuerwehren aus der Luft. Allerdings überfliege er nur Randbereiche der kampfmittelbelasteten Zone, um das Feuer einzudämmen, wie der Feuerwehrsprecher weiter sagte. Der Kernbereich sei zu gefährlich für den Piloten, die Munition breite sich beim Entzünden dreidimensional aus.

Eine weitere Ausbreitung soll verhindert werden.
Eine weitere Ausbreitung soll verhindert werden.  © Julian Stähle

Titelfoto: Julian Stähle

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