Wild-Burger und Fledermaus: Filmfreunde zieht es in den Wald

In die riesige Scheune auf dem Gelände der Oberförsterei zieht es durchschnittlich 120 Besucher pro Abend, wie Ness erläuterte.
In die riesige Scheune auf dem Gelände der Oberförsterei zieht es durchschnittlich 120 Besucher pro Abend, wie Ness erläuterte.  © DPA

Hammer - Nicht wundern, wenn hier eine Fledermaus durch das Bild fliegt. In Brandenburg genießt man seinen Blockbuster mitten im Wald. Der Inbegriff des dreidimensionalen Erlebnisses.

Es gibt in Berlin und Brandenburg außergewöhnlichen Kino-Orte, die mit allerhand Komfort oder Speisen, die Besucher in den Saal locken. Doch wer bereits alles gesehen hat und auf der Suche ist nach einem wahren Abenteuer, der wird in den nächsten Monaten in einer Scheune im Wald fündig.

Klingt komisch, ist aber so. Am Freitag startet in der Landeswahl-Oberförsterei Hammer (der Name ist anscheinend Programm) im idyllischen Groß Körris (Dahme-Spreewald) das Waldkino in seine fünfte Saison, wie Leiter Tim Ness (55) sagte.

Das historische Gebäude bietet ideale Bedingungen. Nur wenig Licht gelangt durch die Ritzen des historischen Gebäudes. Filmfreunde reißen gemütlich mit dem Fahrrad an. Auch Berliner verirren sich ins besondere Kino, denn viele von ihnen besitzen Wochenendhäuser in der nahen Umgebung.

Auf Popcorn muss man jedoch verzichten, dafür gibt es einen anderen Gaumenschmaus: Burger mit Fleisch von erlegtem Wild aus den umliegenden Wäldern. Deftig! Doch der 55-Jährige grübelt bereits, wie er auch künftig Veganer zufrieden stellen kann.

Zum Auftakt gibt es den Dokumentarfilm "Samsara" von Ron Fricke, der 2012 in die deutschen Kinos gekommen war.

Der provisorische Charme macht das Waldkino so einzigartig.
Der provisorische Charme macht das Waldkino so einzigartig.  © DPA

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