Herzstillstand wegen Anti-Baby-Pille: Gibt's heute einen "Yasminelle"-Kompromiss?

Stuttgart - Im seit Jahren dauernden Streit um die Verhütungspille "Yasminelle" verhandelt das Landgericht Waldshut-Tiengen (Baden-Württemberg) am Donnerstag (9 Uhr) über einen möglichen Kompromiss.

Sie will von Bayer Schadenersatz und Schmerzensgeld in Höhe von 200.000 Euro: Felicitas Rohrer. (Archivbild)
Sie will von Bayer Schadenersatz und Schmerzensgeld in Höhe von 200.000 Euro: Felicitas Rohrer. (Archivbild)  © DPA

Das Gericht am Hochrhein hatte die Prozessbeteiligten vor rund zwei Monaten aufgerufen, sich außergerichtlich zu einigen. Eine solche Einigung soll Gerichtsangaben zufolge nun Thema des Verhandlungstags sein. Ob sie zustande kommt, ist unklar.

In dem Fall geht es um die 34 Jahre alte Felicitas Rohrer aus dem Ortenaukreis. Sie klagt in dem seit Juni 2011 laufenden Zivilrechtsverfahren gegen den Chemie- und Arzneimittelkonzern Bayer in Leverkusen. Dieser vertreibt die Pille.

Die Frau macht die Pille mit ihrem Wirkstoff Drospirenon für gesundheitliche Probleme und ein hohes Thrombose-Risiko verantwortlich. Nach der Einnahme habe sie im Juni 2009 eine beidseitige Lungenembolie sowie einen Kreislaufzusammenbruch mit Herzstillstand erlitten und sei fast gestorben. Sie fordert von Bayer Schadenersatz und Schmerzensgeld in Höhe von mindestens 200.000 Euro.

Der Pharmakonzern hält nach Angaben seines Rechtsanwalts die in der Klage geltend gemachten Ansprüche für unbegründet (Az.: 1 O 73/12). Eine außergerichtliche Einigung hatte Bayer zuletzt abgelehnt.

Die 34-Jährige sagt, durch die Pille "Yasminelle" eine Lungenembolie sowie einen Kreislaufzusammenbruch erlitten. (Archivbild)
Die 34-Jährige sagt, durch die Pille "Yasminelle" eine Lungenembolie sowie einen Kreislaufzusammenbruch erlitten. (Archivbild)

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