Horror-Mutter lässt Einjährigen allein und geht 15 Stunden feiern

Swansea (Wales) - Was geht nur im Kopf einer solchen Mutter vor? Eine Frau in Swansea (Wales) ließ ihren 18 Monate alten Sohn allein zu Hause und ging mit ihrem Ex und Freunden feiern.

Der kleine Junge wurde von Sozialarbeitern in einem völlig verwahrlosten Zustand gefunden (Symbolbild).
Der kleine Junge wurde von Sozialarbeitern in einem völlig verwahrlosten Zustand gefunden (Symbolbild).  © 123RF

An ihr Kind dachte sie dabei ganz offensichtlich nicht. Ganze 15 Stunden war der Kleine auf sich allein gestellt und wären dann nicht Sozialarbeiter in die Wohnung gekommen, wer weiß wie lange sein Martyrium noch gedauert hätte.

Da die Frau und ihr Ex-Partner, der Vater des Kindes, wegen häuslicher Gewalt schon häufiger aufgefallen waren, stand die Familie unter Aufsicht des Sozialamts. Sie durften ihr Kind quasi auf Bewährung behalten. Das haben sie nun verspielt. Mitarbeiter des Sozialamts waren zu einem Überraschungsbesuch zu der Wohnung gekommen, weil die Mutter zuvor zu einem vereinbarten Termin nicht erschienen war, berichtet Wales Online.

Weil die Frau nicht öffnete und auch offensichtlich nicht daheim war. Der Vermieter öffnete ihnen die Wohnung, dort machten die die herzzerreißende Entdeckung. Der kleine Junge lag völlig verwahrlost mit einer übervollen Windel und einem wunden Bein auf einem Feldbett in der Wohnung.

Die Mutter war 15 Stunden nicht nach Hause gekommen, hatte die meiste Zeit gefeiert (Symbolbild).
Die Mutter war 15 Stunden nicht nach Hause gekommen, hatte die meiste Zeit gefeiert (Symbolbild).  © 123RF

Sofort wurde er seinen Eltern entzogen und in eine Pflegefamilie gegeben. Die Mutter von ihm wurde wegen Kindesmisshandlung und Vernachlässigung angeklagt.

Vor Gericht kam heraus, dass sie nicht die ganze Zeit auf Party, sondern auf dem Heimweg in einen Autounfall verwickelt war. Sie versuchte danach vom Unfallort zu fliehen, wurde aber von der Polizei gestellt. Statt anzugeben, dass ein Kind allein auf sie wartet, gab sie eine falsche Identität an. "So hätte sie das Risiko eines Schadens für das Kind reduzieren können. Ihre Priorität lag aber ausschließlich darin, ihre eigene Haut zu retten", urteilte der Richter über das Verhalten der Mutter.

Sie wurde zu einer zwölfmonatigen Gefängnisstrafe verurteilt, die für zwei Jahre auf Bewährung ausgesetzt wurde. Weiterhin muss sie 25 Tage gemeinnützige Arbeit leisten. Ihr Kind wird sie wohl nicht so bald wiedersehen. Es soll in der Adoptivfamilie bleiben, die ihm hoffentlich ein glücklicheres und liebevolleres Leben bieten werden.

"Sie hat eine sehr unreife, selbstsüchtige und beklagenswerte Entscheidung getroffen", sagte der Richter bei der Urteilsverkündung.

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