Mutter verklagt Supermarkt nach feigem Angriff mit Rasierklinge

Cedar Park (Texas) - Ein ganz gewöhnlicher Novemberausflug zum Einkaufen endete für eine Frau im Krankenhaus. Jetzt verklagt ihr Anwalt den Supermarkt. Das Unternehmen hätte seiner Meinung nach besser aufpassen müssen.

Während eines Einkaufsbummels schnitt sich eine Frau ihre Hand an einer Rasierklinge auf. (Symbolbild)
Während eines Einkaufsbummels schnitt sich eine Frau ihre Hand an einer Rasierklinge auf. (Symbolbild)  © 123RF Luca Bertolli & Jiradet Ponari

Um ihre Einkäufe nicht tragen zu müssen, nahm sich Silver Taylor bei Gang durch den Walmart von Cedar Park (Texas) einen Einkaufswagen.

Alles schien normal und unspektakulär, bis sie auf einmal von anderen Kunden auf ihre blutende Hand hingewiesen wurde.

Silver schaute an sich herab und erschrak laut "KUTV": "Das Blut ist nur so aus mir herausgetropft, oh mein Gott."

Auch eine Zeugin zeigte sich gegenüber "CBS" sichtlich verstört: "Da war Blut auf dem Boden, ein blutiger Mülleimer, blutige Handtücher und Blut da, wo sich die Frau am Einkaufswagen festgehalten hatte."

Taylor war unbemerkt Opfer eines fiesen und feigen Anschlags geworden. Eine unbekannte Person hatte am Griff ihres Einkaufswagens eine Rasierklinge befestigt.

Im Krankenhaus wurde festgestellt, dass sie insgesamt drei tiefe Schnitte an ihrer rechten und eine Verletzung an ihrer linken Hand erlitt.

Anwalt von Silver Taylor reicht Klage gegen den Supermarkt ein

Walmart soll für die Behandlungskosten aufkommen. So sieht das zumindest Silver Taylors Anwalt.
Walmart soll für die Behandlungskosten aufkommen. So sieht das zumindest Silver Taylors Anwalt.  © Erik S. Lesser/EPA FILE/dpa

Da Silver wegen einer Erkrankung Blutverdünner nehmen muss, sind die Verletzungen für sie besonders dramatisch.

Die Heilung dauert viel länger und ist offensichtlich von so einigen Rückschlägen begleitet:

"Ich habe Laken ruiniert. Meine Kinder haben Angst mich anzufassen, weil sie Angst haben, dass sie Mama verletzen könnten."

Um die Kosten für die medizinische Behandlung zurückzubekommen, hat ihr Anwalt Bradley Wurster jetzt Klage gegen Walmart eingereicht:

"Das könnte jedem passieren, mir, Euch, Euren Nachbarn, Euren Eltern, Euren Kindern.", sagt er gegenüber "FOX 7 Austin".

"Walmart ist dazu verpflichtet, sich die Wagen anzusehen und sicherzustellen, dass ein gefährlicher Zustand rechtzeitig behoben wird."

Da die jedoch permanent im Laden unterwegs sind, kann man den Supermarktgiganten wohl kaum dafür verantwortlich machen. Dementsprechend verständnislos reagierte die Firma auch in einer Mitteilung:

"Die Sicherheit unserer Kunden und Mitarbeiter hat immer höchste Priorität. Wir haben eine gründliche Untersuchung durchgeführt und können ihre Behauptungen nicht belegen."

Werden in Zukunft keine weiteren Maßnahmen zum Schutz der Kunden ergriffen, will der Advokat weiter klagen.