Anwalt kündigt Geständnis von mutmaßlichem Lübcke-Mörder an

Dresden/Karlsruhe - Kommt jetzt die Wahrheit ans Licht? Stephan E. (45), der im Juni in Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke (†65) auf dessen Terrasse erschossen haben soll, kündigte ein weiteres Geständnis an. Das teilte jetzt sein Dresdner Anwalt Frank Hannig mit.

Anwalt Frank Hannig.
Anwalt Frank Hannig.  © Steffen Füssel

"Mein Mandant hat mich gebeten, dem Ermittlungsrichter am Bundesgerichtshof mitzuteilen, dass er ein ausführliches Geständnis ablegen möchte und nun endlich die Wahrheit über die Tatnacht ans Tageslicht bringen will", so der Pflichtverteidiger.

Seit fünf Monaten sitzt der Rechtsextreme Stephan E. in Untersuchungshaft. Nach seiner Ergreifung gestand er die Tat, widerrief dann aber sämtliche Angaben wieder. Wann die neuerliche richterliche Vernehmung stattfinden wird, ist noch unklar.

Allerdings ist der Fall Lübcke am Donnerstag ab 21.45 Uhr Thema in der ARD-Sendung Panorama. Darin sprechen sowohl Anwalt Hannig als auch, indirekt, der mutmaßliche Täter, dem die Journalisten einen Fragenkatalog vorlegen durften.

So nennt Stephan E. seinen Kontakt zu Neonazi Markus H. aus Kassel "ein entscheidendes Verhängnis." Laut Ermittlern, hatte H. ihm die Mordwaffe organisiert. Fragen zu mutmaßlichen weiteren Mittätern ließ Stephan E. allerdings unbeantwortet.

Stephan E. wurde im Juli Stephan E., Tatverdächtiger im Fall des ermordeten Kasseler Regierungspräsidenten Lübcke-
Stephan E. wurde im Juli Stephan E., Tatverdächtiger im Fall des ermordeten Kasseler Regierungspräsidenten Lübcke-  © Uli Deck/dpa
Der damalige nordhessische Regierungspräsident Walter Lübcke.
Der damalige nordhessische Regierungspräsident Walter Lübcke.  © Uwe Zucchi/dpa

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