Er wachte über das Leben von Falco: Star-Leibwächter tot in Blutlache gefunden!

Wien (Österreich) - Er galt als einer der erfolgreichsten Detektive Österreichs. Nun ist Walter Penk-Lipovsky laut mehreren Medienberichten tot. Der 80-Jährige wurde am vergangenen Sonntagabend leblos in seinen Büroräumlichkeiten in Wien gefunden. Ein Fremdverschulden sei wohl auszuschließen, berichtete die "Kronen Zeitung" unter Berufung auf die Polizei.
Walter Penk-Lipovsky (†80) wachte über das Leben von Pop-Legende Falco (†40, Bild).
Walter Penk-Lipovsky (†80) wachte über das Leben von Pop-Legende Falco (†40, Bild).  © Herbert Pfarrhofer/APA/dpa

Zeugen alarmierten kurz vor 18 Uhr die Polizei, als sie zwei Schüsse im Bereich der Herrengasse wahrgenommen hatten.

Umgehend rückte die Sondereinheit der österreichischen Polizei (WEGA) an und betrat die Büroräumlichkeiten eines Mehrpartienhaus, in welchem die Schüsse gefallen sein sollen.

Dort angekommen fanden Einsatzkräfte Walter Penk-Lipovsky tot in seinem Detektivbüro vor - er lag in einer Blutlache. Das berichtet die österreichische Nachrichtenplattform "Heute".

Der Star-Detektiv nahm sich wohl selbst mit einer Schusswaffe das Leben. Bestätigt ist dies jedoch nicht. Die Spurenauswertung sei noch im Gange, teilte Polizeisprecher Patrick Maierhofer am Dienstag der "Kronen Zeitung" mit.

Der gebürtige Wiener war nicht nur als Detektiv, sondern auch als Personenschützer tätig.

Viele Jahre lang wachte er über das Leben von prominenen Persönlichkeiten wie Bühnen- und Film-Schauspieler Curd Jürgens (1915-1982), Sänger Ivan Rebroff (1931-2008) und auch Musik-Legende Falco (1957-1998).

Die Zeit als Personenschützer von Falco blieb ihm besonders in Erinnerung: "Mit ihm war es sehr angenehm. Er war aber immer gern in eher miesen Lokalen. Da hat er sich dann immer die komischen Geschichten von Leuten angehört, die nicht ganz in Ordnung waren", so der Detektiv in einem Interview im vergangenen Jahr mit "City4U".

"Einmal hat er ein Mädchen kennengelernt und sie mit nach Hause genommen. Kurz vor seiner Wohnung zieht er sie dann zwischen zwei Autos und wollte mit ihr Sex haben, mitten auf der Straße. Da sind meine Mitarbeiter dann eingeschritten und haben gesagt, dass er das doch nicht machen könne. Seine Wohnung war ja nur mehr ein paar Meter weg."

Normalerweise zieht die Redaktion es vor, nicht über versuchte Suizide zu berichten. Da sich der Vorfall aber komplett im öffentlichen Raum abgespielt hat, hat sich die Redaktion entschieden, es zu thematisieren.

Solltet Ihr selbst von Selbsttötungsgedanken betroffen sein, bei der Telefonseelsorge findet Ihr rund um die Uhr Ansprechpartner, natürlich auch anonym. Telefonseelsorge, bundeseinheitliche Nummer: 08001110111 oder 08001110222 oder 08001110116123.

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