Brutaler Raubüberfall auf Hotel: Alles von Portier (22) aus Geldnot vorgetäuscht!

Waren - Der brutale Raubüberfall auf einen jungen Hotel-Angestellten (22) inklusive schwerer Augenverletzung Ende Februar (TAG24 berichtete) – war alles nur ein Fake des vermeintlichen Opfers?

Ohne Grund sprühte der 19-Jährige auf einmal Pfefferspray. Symbolbild)
Ohne Grund sprühte der 19-Jährige auf einmal Pfefferspray. Symbolbild)  © 123RF (Symbolbild)

Spektakuläre Wendung im Falle des Überfalls auf das Hotel "Am Brauhaus" am Tiefwarensee vom 24. Februar.

Gegen 22.30 Uhr soll laut Angaben des damals 21-jährigen Hotel-Angestellten ein Täter das Foyer betreten und ihm Pfefferspray ins Gesicht gesprüht haben, während er gerade den Tresor an der Rezeption öffnete.

Anschließend sei der Unbekannte nach einem Griff in den Geldschrank mit einem dreistelligen Summe geflüchtet.

Hotelgäste oder andere Zeugen – Fehlanzeige. Auch eine Täterbeschreibung konnte der Geschädigte, der mit einer Augenreizung in eine Klinik gebracht wurde, nicht abgeben.

Doch sechs Monate später stellt sich der Fall nach intensiven Ermittlungen plötzlich ganz anders dar, wie die Polizei Neubrandenburg am Freitag mitteilte.

Die Kripo geht inzwischen fest davon aus, dass der Angestellte und sein Mitbewohner (20) den Überfall aus Geldnot nur vorgetäuscht haben!

Unfassbar: Die Augenverletzung hat er sich selbst zugefügt, um eine falsche Fährte zu legen und den Raub glaubhafter aussehen zu lassen.

Jetzt wurde gegen das Duo ein Strafverfahren wegen des Vortäuschens einer Straftat eingeleitet. Sie müssen nun mit einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren oder mit einer Geldstrafe rechnen. Das Verfahren wurde zur weiteren Entscheidung an die Staatsanwaltschaft Neubrandenburg abgegeben.

Titelfoto: 123RF (Symbolbild)


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