Prozess gegen Deutsche Reitschule: Was wollten die Chefs verschleiern?

Warendorf – Am Donnerstag um 9 Uhr startet der Prozess gegen drei ehemalige Führungskräfte des Landgestüts Warendorf.

Im NRW Landgestüt soll einiges nicht mit rechten Dingen zugegangen sein.
Im NRW Landgestüt soll einiges nicht mit rechten Dingen zugegangen sein.  © DPA

Das Verfahren am dortigen Amtsgericht beginnt mit der Anklage-Verlesung von vorne. Einen ersten Versuch gab es bereits im Januar 2018.

Im Laufe des Jahres gab es dann aber Probleme bei der Terminabsprache zwischen den Prozessbeteiligten, die nicht innerhalb der vorgesehenen Fristen gelöst wurden.

Die Staatsanwaltschaft Münster wirft der ehemaligen Leiterin des Landgestüts (54) und dem früheren ersten Hauptberittmeister (55) gemeinschaftliche Vorteilsannahme in vier Fällen vor, dem damaligen stellvertretenden Gestütsleiter (57) Vorteilsannahme in drei Fällen und Untreue. Bis zum 18. Februar sind zwei weitere Verhandlungstermine angesetzt.

Der Hauptvorwurf dreht sich um die Gründung einer Beratungsfirma, die Geschäfte mit einer Reitsporteinrichtung in Katar betrieben habe. Das für das Landgestüt zuständige Ministerium soll laut Anklage nicht über diese Firma informiert gewesen sein.

Der Anwalt der angeklagten Ex-Leiterin hatte dies allerdings im ersten Prozess vor Gericht bestritten. Es habe Gespräche über die Nebentätigkeit gegeben.

Mehrere ehemalige Führungskräfte der Reitschule stehen nun vor Gericht.
Mehrere ehemalige Führungskräfte der Reitschule stehen nun vor Gericht.  © DPA

Titelfoto: DPA

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