Keine Terror-Warn-Apps in Mitteldeutschland?

Die App "Katwarn" kann im Ernstfall die Bevölkerung vor Gefahren warnen, nur in Mitteldeutschland wird das System kaum genutzt.
Die App "Katwarn" kann im Ernstfall die Bevölkerung vor Gefahren warnen, nur in Mitteldeutschland wird das System kaum genutzt.

Sachsen/Sachsen-Anhalt - In Katastrophensituationen, wie bei dem Amoklauf in München (MOPO24 berichtete), müssen Bürger schnell gewarnt werden. In München nutzte die Polizei dafür Twitter und das Warnsystem "Katwarn". In Mitteldeutschland warnt bisher aber nur Sachsen-Anhalt in einigen Kreisen mit der App.

Im Moment entscheiden Städte und Gemeinden selber über den Einsatz von Warn-Apps wie "Katwarn". Hamburg, Berlin, München, Hessen sowie Gemeinden an der Nordsee und einige weitere Städte und Landkreise anderer Bundesländer nutzen das System bereits.

In Mitteldeutschland haben nur der Burgenlandkreis und Anhalt-Bitterfeld "Katwarn" probiert, jetzt will auch die Stadt Halle einsteigen, wie der MDR berichtet. Verhandlungen mit dem Land Sachsen gäbe auch, der Ausgang ist noch offen.

"Katastrophenwarnung werden der Bevölkerung in Mitteldeutschland nur sehr schwammig oder viel zu spät mitgeteilt", meint Arno Vetter vom Versicherer "CombiRisk".

"Katwarn" schickt SMS, E-Mails oder Push-Nachrichten an seine User. Die zuständigen Behörden speisen dann Warnungen zu Unwettern, Bombenfunden oder Gefahren wie dem Amokläufen ein.

In Mitteldeutschland wird im Katastrophenfall über ein anderes System informiert. Es heißt "NINA" und steht für "Notfall-Informations- und Nachrichten-App".

Allerdings kann im Krisenfall nur das Innenministerium eines Bundeslandes "NINA" benutzen, nicht die betroffene Stadt oder der Landkreis selbst. Thüringen bildet dabei laut MDR eine Ausnahme, weil es hier ien spezielles Lagezentrum gibt.

Foto: dpa


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